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Hornhaut-Sprechstunde

Leitung:   OÄ Fr. Dr. Viestenz
                   Prof. Dr. Th. Hamm
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Die Hornhaut ist das Fenster des Auges. Ihre Transparenz aber auch Unversehrtheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Sehen.

Im Rahmen der Hornhautsprechstunde können wir Erkrankungen des vorderen Augenabschnittes diagnostizieren und therapieren.

Als eines der größten Hornhauttransplantationszentren im Osten Deutschlands, haben wir uns ganz auf die Übertragung von Hornhautgewebe spezialisiert.

Durch die über 20-jährige Zusammenarbeit mit der MCH (Mitteldeutsche Corneabank Halle) und die Kooperation mit der gemeinnützigen DGFG (Deutsche Gesellschaft für Gewebespende) ist die Universitätsaugenklinik Halle ein Zentrum für fast alle Transplantationsmethoden im Bereich der Hornhaut -sowohl mechanisch als auch hochpräzise mit dem Laser.

Die Hornhauttransplantatation kann sowohl lamellär als auch durchgreifend erfolgen.

 

 

Beiliegende Abbildung zeigt das Auge einer 60-jährigen Patientin, deren Hornhaut im Zentrum vollständig durchgetrübt ist und die aufgrund dieser Hornhauttrübung gerade noch sagen kann, ob es hell oder dunkel ist und aus welcher Richtung das Licht einfällt, sich aber nicht mehr selbständig in einem unbekannten Raum orientieren kann. Eine solche Patientin wird in der Hornhaut-Sprechstunde für die Hornhauttransplantation vorgemerkt. Die Patienten auf der Warteliste der Halleschen Augenklinik werden derzeit innerhalb von 3 Monaten mit einem klaren, qualitätsgeprüften Hornhauttransplantat versorgt.

 

 

Hornhauttransplantierte Patienten werden ebenfalls in der Hornhaut-Sprechstunde sorgfältig nachbetreut. Die nebenstehenden Abbildung zeigt einen hornhauttransplantierten Patienten 4 Monate nach der Operation. Sie sehen das klare Transplantat in der Mitte der Hornhaut und die trübe ringförmige Hornhautrübung am Rande. Der Faden, der kreuzstichartig gelegt wird, verbleibt für etwa 1 Jahr im Auge und wird dann nach Tropfenbetäubung in der Hornhaut-Sprechstunde ambulant entfernt.

 

Die Hornhaut-Sprechstunde beschäftigt sich mit der Früherkennung sogenannter Hornhautabstoßungen: Wenn der Körper des Patienten das transplantierte Gewebe als fremd erkennt, dann werden Blutzellen gegen dieses Gewebe gebildet und die transplantierte Hornhaut trübt sich wieder ein. Nebenstehend sehen Sie einen Patienten, der eine Hornhauttrübung der unteren Hornhauthälfte aufweist, weil es hier zu einer Abstoßungsreaktion gekommen ist.

 

Durch das DMEK-Verfahren konnten die Abstoßungsraten drastisch gesenkt werden. 

Wenn Transplantate nach der perforierenden Technik auf Dauer eintrüben (Abbildung 4), dann führen wir eine spezialisierte Bestimmung der Transplantat-Antigene (HLA-Typisierung) durch, um Spender und Patienten gegen einander abzugleichen und ein möglichst passendes Transplantat für eine erneute Transplantation zu suchen. 

 

 

Weitere Patienten unserer Hornhautsprechstunde haben beispielweise eine Schwäche des Hornhautgewebes, die zu einer kegelförmigen Ausdehnung des Hornhautgewebes führt. In solchen Fällen bieten wir unseren Patienten eine Hornhautvernetzung an, ein so genanntes Riboflavin-UVA-Crosslinking, mit dem die weitere Auswirkung und das Nachgeben des Hornhautgewebes gestoppt werden kann und die Chancen steigen, langfristig eine Hornhauttransplantation zu vermeiden und die Hornhautverkrümmung durch Brille oder Kontaktlinse auszugleichen.  

Großes Augenmerk legen wird in unserer Hornhaut-Sprechstunde darauf, für die einzelnen Hornhauterkrankungen auch dann das richtige operative Verfahren festzulegen und zu planen: Oberflächliche Hornhauttrübungen werden bevorzugt mit dem so genannten Excimer-Laser abgetragen. Daneben werden lamelläre Hornhauttransplantationen, das heißt scheibenförmige, nicht durchgreifende Hornhauttransplantationen durchgeführt und Hornhauttransplantationen, die die gesamte Dicke der Hornhaut fassen.  

Die nächsten Abbildungen zeigen Ihnen die Hornhaut einer Patientin, die mit Waschmaschinengranulat verätzt worden war vor und nach durchgreifender Hornhautransplantation. Die Patientin und Operateur freuten sich darüber, dass die Patientin nach dem Eingriff wieder eine vollständige Sehkraft erzielte. 

   

                                            

Hornhautgewebe, Skleren und Ammnionmembranen  werden nach Einholung des Einverständnisses der Spenderfamilien in unserer Hornhautbank, der Mitteldeutschen Hornhautbank Halle, aufgearbeitet und für das eigene Haus, aber auch für externe Kliniken und Operateure bereitgestellt.