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21.03.2007

Spezialsprechstunde bei Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen


Schlafstörungen sind die häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Säuglingsalter. Die betroffenen Kinder schlafen weniger sowie unregelmäßiger und benötigen mehr Hilfen. Ebenso existieren Festlegungen für Fütterstörungen und Trotzverhalten. Wichtigstes Kriterium ist aber immer die elterliche Belastung im Zusammenhang mit den geschilderten Anzeichen. Durch die Verhaltensweisen ihrer Kinder wachsen bei den Eltern häufig Erschöpfung, Unsicherheit und Selbstzweifel. Dies schlägt sich in der Beziehungsgestaltung zu ihren Kindern nieder, wodurch der Kreislauf negativer, gegenseitiger Beeinflussung weiter verstärkt wird. Genau an diesem Punkt möchte die Schrei-Schlaf-Füttersprechstunde ein Ansprechpartner für die Eltern mit ihren Babys und Kleinkindern sein. Ein Team aus Kinderarzt, Psychologe und Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie bietet den Eltern eine umfassende entwicklungspsychologische, lösungsorientierte Beratung sowie eine (neuro)pädiatrische Untersuchung zum Ausschluss einer Erkrankung an. Im gesamten Beratungsprozess steht die Perspektive des Kindes im Vordergrund. Gemeinsam mit den Eltern werden nach dem Motto "Sehen - Verstehen - Handeln" Lösungsansätze für Veränderungen erarbeitet. Zur Analyse werden dabei unter anderem das Führen eines Tagebuches und/oder eines Schlafprotokolls eingesetzt. Zudem bieten die Mitarbeiter der Sprechstunde eine Videoanalyse der Eltern-Kind-Interaktion an. Weiterhin erfolgt eine Aufklärung über entwicklungstypische Abschnitte und Reaktionen des Kindes auf Veränderungen in seiner Umwelt. Durch eine Förderung der elterlichen Feinfühligkeit mit dem Aufzeigen von kindlichen Feinzeichen der Belastung werden gleichzeitig die intuitiven Kompetenzen der Eltern gestärkt. Aber auch praktische Tipps zur Alltagsstrukturierung oder dem Umgang mit dem Baby werden gegeben. Frühzeitige und kurzfristige Hilfen haben sich als sehr effektiv erwiesen. "Der so genannte Teufelskreislauf soll durchbrochen und Momente mit positiven Erlebnissen im Zusammenleben gefördert werden", sagt Clauß. Durch eine Förderung der frühen Eltern-Kind-Beziehung wird auch eine Prävention von Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im späteren Kindes- und Jugendalter ermöglicht. Die Beratung in der Universitätskinderklinik ist für die Familien kostenlos. Allerdings wird eine Überweisung vom Kinder- oder Hausarzt benötigt. Anmeldungen erfolgen wochentags zwischen 8 und 16 Uhr telefonisch über die Ambulanz unter 0345-557 2053.