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09.12.2014

Ophthalmologischer Fortbildungsabend an der Augenklinik

Foto: Augenklinik


Am Mittwoch, 10. Dezember 2014, findet im Lehrgebäude der Universitätsmedizin Halle (Saale), Ernst-Grube-Str. 40, ab 17.30 Uhr ein ophthalmologischer Fortbildungsabend unter der Leitung der kommissarischen Direktorin, Dr. Ute Stuhlträger  statt. Dazu werden alle niedergelassenen Augenärzte der Region, Mitarbeiter und Interessierte recht herzlich eingeladen.  Im Programm wurde versucht, alle aktuellen Entwicklungen in der Augenheilkunde des Universitätsklinikums zu berücksichtigen.

Prof. Dr. Hans Gert Struck berichtet über die neuesten Möglichkeiten der chirurgischen Intervention bei Tränenwegserkrankungen. Mit innovativen Intubaten und  Implantaten haben die Möglichkeiten zur Schienung von Tränenwegen weiter zugenommen. Durch deren Routineeinsatz, Evaluation und Forschung sowie einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit der HNO hat Halle bundesweit einen Spitzenplatz bei der Behandlung von Tränen-Nasenwegserkrankungen. 

Oberärztin Dr. Iris Winter referiert über die chirurgischen Möglichkeiten bei Makulaerkrankungen. Die Makulachirurgie wird ebenfalls in Halle auf höchstem Niveau durchgeführt. Dabei werden die Zugänge in das Auge immer kleiner und schonender. Feine Membranen, welche über die Stelle des schärfsten Sehens gewachsen sind und für Bildverzerrungen sorgen, werden mittels diamantbestäubten Scrapern und feinsten Pinzetten, welche über Zugänge von weniger als einem halben Millimeter (0,455 mm Durchmesser) in das Auge eingeführt werden, entfernt.

Die Versorgung mit medikamentösen Glaskörperinjektionen ist durch gesetzgeberische Veränderungen (Aufnahme in den einheitlichen Bewertungsmaßstab, EBM) seit dem 01. Oktober 2014 durch Kliniken nicht mehr über die gesetzlichen Krankenkassen abrechenbar. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben und Möglichkeiten dennoch bestehen, Patienten mit Makulaödemen in der Klinik zu versorgen, wird Frau Eichhorst berichten.

Um die Versorgung von Netzhauterkrankungen geht es auch im Vortrag von Oberarzt Dr. Timm Bredehorn-Mayr - allerdings der jüngsten Patienten. Die Frühgeborenenretinopathie ist in den vergangenen Jahrzehnten durch die Kenntnisse der Pathomechanismen erfreulich zurückgegangen. Dennoch sind bei immer leichteren Geburtsgewichten akribische Kontrollen der Netzhäute unerlässlich. Dies wird nicht nur im Uniklinikum, sondern auch in allen anderen Perinatalzentren der Region durch das Team aus der Universitätsaugenklinik Halle abgedeckt. Die Versorgung mittels Laserkoagulation und intravitrealer Gabe eines VEGF-Hemmers erfolgt ebenfalls dort.

Auch die Behandlung des grünen Stars (Glaukom) hat in den vergangenen Jahren Auftrieb erhalten. So ist es heute möglich, den Kammerwasserabfluss des Auges an verschiedenen Stellen zu beeinflussen. Im Jahr 2014 wurde dazu das Spektrum in Halle um zwei Techniken erweitert. Bei der ersten Methode werden mittels Injektor zwei 0,3 mm große Titanhülsen durch das Trabekelwerk in den Schlemm‘schen-Kanal gebracht. Bei der zweiten Technik wird der Schlemm’sche Kanal durch einen Mikrokatheter (0,2 mm) erweitert und danach durch einen Faden offengehalten. Über die Wahl der richtigen Mehode und die perioperative Behandlung wird Oberarzt Dr. Erik Chankiewitz berichten.

Weiter Vorträge erfolgen über einen interessanten Fall in der Klinik: dem Melanozytom (Oberarzt Dr. Jens Heichel) und über das erfolgreiche Hornhautspendejahr 2014 (Gewebekoordinatorin Diana Wille).

Abgerundet soll die Veranstaltung werden, durch ein liebevolles, vorweihnachtliches Buffet und nette Gespräche unter Kollegen, Mitarbeitern und Freunden.