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08.07.2015

HBO-Druckkammer zieht um – Hochkomplexer Vorgang – Aufwändiger Aus- und Einbau – Präzisionsarbeit gefragt


Die HBO-Kammer des Universitätsklinikums Halle (Saale) zieht am 14. und 15. Juli 2015 um. Die hyperbare Oxygenierung (HBO) ist eine Therapieform, bei der medizinisch reiner Sauerstoff unter einem erhöhten Umgebungsdruck für bestimmte Zeiträume und Intervalle bei Patienten durch Einatmung zur Anwendung kommt. Die Druckkammer des UKH befindet sich derzeit noch am Standort Dryander-Str. und wird gerade auf den Umzug an den Hauptstandort des Universitätsklinikums in der Ernst-Grube-Straße vorbereitet. So werden Teile der Kammer demontiert und einzelne technische Komponenten wie die interne Feuerlöschanlage erneuert.

„Es handelt sich bei dem gesamten Unterfangen um eine hochkomplexe und technisch sehr aufwändige Aufgabe mit hohem logistischen Aufwand“, erklärt Alexander Domhardt, Leiter der Stabsstelle Bauprojekte. Die Kammer wiegt etwa 18 Tonnen und ist sieben Meter lang und hat einen Durchmesser von 2,8 Metern. Eine Spezialfirma führt den Aus- und Einbau sowie den Transport durch Halle durch.

Am Montag, 13. Juli, wird das Dach des Gebäudes in der Dryander-Straße entfernt. Am nächsten Morgen, wahrscheinlich gegen 9 Uhr, wird die Kammer per 130t-Autokran aus dem Gebäude gehoben und auf einen Schwerlasttransporter verladen. Danach erfolgt gegen Mittag der Transport mittels der Stattelzugmaschine mit Tieflader in die Ernst-Grube-Straße. Am Mittwoch, 15. Juli, ist dann vormittags Präzisionsarbeit gefragt. Die Kammer muss ab etwa 9 Uhr in das neue Funktionsgebäude 15 eingebracht werden. Dazu wird eine dafür bereits in der Planung vorgesehene Fassadenöffnung wieder zurückgebaut. Nur wenige Zentimeter Luft zwischen Druckkammer und den Wänden sind dann Platz, um die HBO-Kammer in das Gebäude und den vorgesehenen Raum zu bringen. Dieser Vorgang wird bis zu 12 Stunden dauern. Die Kosten des gesamten Projektes (inkl. Erneuerung einzelner technischer Komponenten) belaufen sich auf etwa 200.000 Euro. 

Nach dem Einbringen und Anschließen der HBO-Kammer erfolgen die technische Überprüfung und anschließend die Inbetriebnahme. „Ab Mitte August wollen wir wieder Patientinnen und Patienten in unserer Druckkammer behandeln“, erklärt Dr. Carsten Pohl (Universitätsklinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin), der die Patientenbehandlung mit hyperbarer Oxygenierung leitet. PD Dr. Klöss, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums: „Durch die Verlagerung der HBO-Kammer ersparen wir schwer kranken Patienten - besonders jene, die auf einer Intensivstation behandelt werden - den belastenden Transport durch Halle." Das UKH sorge damit für mehr Patientensicherheit.

Das UKH komme mit dem Betrieb seiner Verantwortung nach, Patienten in besonderen Notfällen durch die HBO-Kammer versorgen zu können.

Die HBO-Kammer ist einmalig in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus (z.B. 24-Stunden-Betrieb) bekannt. Das UKH verfügt seit vielen Jahren eine hohe Expertise auf diesem Gebiet, die bundesweit gefragt ist. 2013 wurden z.B. Patienten aus 13 Bundesländern behandelt. „Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hat sich das UKH trotz der nicht geklärten Refinanzierung durch die Krankenkassen entschieden, die HBO-Kammer weiterhin zu betreiben."

Die HBO-Kammer kam in den vergangenen 14 Jahren bei etwa 1500 Patientinnen und Patienten zum Einsatz. Angewendet wird das Verfahren unter anderem bei Tauchunfällen, Kohlenmonoxidvergiftung und Gasbrand. Aber auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Diabetes, akutem Hörverlust bei Tinnitus und refraktären Knochenentzündungen haben die Mediziner gute Erfahrungen gemacht.

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