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23.07.2015

„Rudern gegen Krebs“ zum 1. Mal in Halle (Saale) - Benefizregatta zur Förderung eines Sportprojektes für Krebskranke – Mehr als 60 Boote nehmen teil


Am Sonntag, 26. Juli 2015startet um 9.00 Uhr auf der Saale vor der Ziegelwiese in Halle die große Regatta „Rudern gegen Krebs“. Die Benefizregatta wird von der Stiftung Leben mit Krebs, dem Universitätsklinikum Halle (Saale), dem Halleschen Ruder-Club e. V und der Halleschen Rudervereinigung Böllberg/Nelson e.V. zum ersten Mal veranstaltet. Mehr als 60 Boote mit jeweils vier Teilnehmer/innen werden starten. „Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und der großen Zahl der angemeldeten Boote bei dieser Premiere“, sagt Professor Dr. Carsten Müller-Tidow, einer der Schirmherren der Veranstaltung und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV. Mehr als 500 Teilnehmer und Gäste werden erwartet, darunter Prominente wie Judith Marquardt, Beigeordnete der Stadt Halle für Kultur und Sport, und die Ruder-Olympiasiegerin Jana Thieme.

Ein großes und engagiertes Team hat dafür gesorgt, dass die Regatta gut vorbereitet ist. Alle Mannschaften haben in den vergangenen Wochen zudem mehrere Trainingseinheiten absolviert. Der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, ist Schirmherr der Veranstaltung in Halle gemeinsam mit Professor Müller-Tidow.

Was vor  zehn Jahren als Idee der Stiftung Leben mit Krebs in Mainz geboren wurde, hat sich seitdem zu einer bundesweiten Bewegung entwickelt. Mit über 60 Regatten an 19 Austragungsorten und mehr als 15.000 Teilnehmern ist „Rudern gegen Krebs“ die größte Breitensportveranstaltung dieser Art in Deutschland. 

Mehr als 60 Vierer-Mannschaften – Ruderer und Amateure aus Wirtschaft, Medizin und Gesellschaft – gehen in Halle an den Start, um für den guten Zweck zu rudern. Die Erlöse der Veranstaltung sind zur Unterstützung des Projektes „Sport und Krebs“ am Universitätsklinikum vorgesehen. „Wir hoffen, dass wir etwa 20.000 bis 25.000 Euro Spenden für unser Sportprojekt einnehmen werden“, erklärt Patrick Jahn, einer der Organisatoren der Veranstaltung und Leiter der Stabsstelle Pflegeforschung am Universitätsklinikum. Krebserkrankungen betreffen viele Menschen. Die Behandlung ist für Körper und Geist oft Kräfte zehrend und die Rückkehr in das normale Leben oft ein schwerer Weg. Bewegung und Sport helfen den Patienten diese Schritte besser zu gehen, um zum Beispiel Nebenwirkungen oder auch Ängste und Sorgen besser zu meistern. Diese von Wissenschaftlern entwickelten und auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmten Sportprojekte vermitteln auch das Gefühl, in unserer Gesellschaft nicht alleine da zu stehen, sondern aktiv gestützt und unterstützt zu werden.

Neben den etwa 60 Rennläufen wird es ein attraktives Begleitprogramm für Groß und Klein geben. Die Fahnenschwenker der Halloren sind dabei, es gibt Tanzdarbietungen, Kinderanimation, Sportprogramme, eine Massagestation, einen Ruderergometerwettkampf und vieles andere mehr. Professor Müller-Tidow: „Für alle Besucher wird etwas geboten!“ Die Organisatoren hoffen auf möglichst viele Gäste, welche die Rudermannschaften anfeuern.  

Ablauf der Regatta:

Wie bei einer normalen Ruderregatta gibt es Vorläufe (ab 9.30 Uhr), Hoffnungsläufe (ab 12 Uhr), Halbfinals (ab 13.30 Uhr) und die Finals ab 15.30 Uhr. Die Siegerehrung findet gegen 16 Uhr statt. Gestartet wird in den Kategorien: Frauen (4 Frauen), Mixed Frauen (3 Frauen, 1 Mann), Mixed Klasse (2 Frauen, 2 Männer), Mixed Männer (1 Frau, 3 Männer), Männer (4 Männer) und Meisterklasse.

Neben zahlreichen Mannschaften aus der halleschen Universitätsmedizin – von Auszubildenden über das Krukenberg-Krebszentrum, das Dekanat bis zum Professoren-Boot – haben verschiedene Unternehmen Boote angemeldet. Teilnehmer kommen auch aus anderen Krankenhäusern in Halle und Umgebung, dem Universitätsklinikum Magdeburg, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Krankenkassen und Sportvereinen aus Sachsen-Anhalt.

Foto (Daniel Gandyra, Zentrale Fotostelle): Die vier Professoren der Inneren Medizin beim Rudertraining (sitzend, von rechts): Prof. Dr. Matthias Girndt (Nephrologie), Prof. Dr. Patrick Michl (Gastroenterologie), Prof. Carsten Müller-Tidow (Onkologie/Hämatologie) und Prof. Dr. Stefan Frantz (Kardiologie)