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28.07.2015

Unimedizin und Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie schließen Kooperationsvertrag zur Erforschung der Rolle endogener Retroviren bei humanen Erkrankungen


„Die Entstehung von Tumorerkrankungen sowie chronischer Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Rheuma ist noch nicht eindeutig geklärt“, sagt Dr. Alexander Emmer, Klinik und Poliklinik für Neurologie. Eine Kooperation zwischen Forschern verschiedener Kliniken des Universitätsklinikums Halle (Saale), Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie dem Fraunhofer-Institut für Zellbiologie und Immunologie (IZI) Halle dient nun dazu, die Rolle von humanen endogenen Retroviren, kurz HERV, und deren Hüllproteinen im Zusammenhang mit der Entstehung autoimmuner und tumoröser Krankheiten zu untersuchen. 

„HERV sind im Laufe der Evolution über Millionen von Jahren in das menschliche Genom integriert worden“, erklärt Dr. Emmer. Sie machen immerhin acht Prozent des menschlichen Erbgutes aus. Endogene Retroviren seien nicht zwangsläufig etwas Negatives, sondern hatten auch positive Einflüsse auf die menschliche Evolution. Andererseits wird vermutet, dass HERV-Hüllproteine zum Beispiel für autoimmune Entzündungsvorgänge eine entscheidende Bedeutung haben könnten. 

Im Rahmen der Kooperation plant die Gruppe um Dr. Holger Cynis, Projektgruppe Wirkstoffbiochemie und Therapieentwicklung des Fraunhofer-Instituts für Zellbiologie und Immunologie (IZI) in Halle, HERV-Hüllproteine gentechnisch herzustellen. „Deren mögliche Wirkungen sollen umfassend charakterisiert werden“, ergänzt PD Dr. Martin Staege, Laborleiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale). Mit der Kooperation soll nun das Fachwissen der Institutionen gebündelt werden, um HERV-basierte Krankheitsmechanismen zu erforschen und neue Therapieansätze daraus abzuleiten. „Wir denken, dass es eine sehr fruchtbare Kooperation geben wird“, so PD Dr. Staege. Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt.

 

Text: Cornelia Fuhrmann
Halle, 28. Juli 2015