HAL-OX, das internationale Forschungsnetzwerk Halle - Oxford 'Disease Biology and Molecular Medicine', wurde 2014 von der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit dem Ziel initiiert, den Forschungsaustausch und die wissenschaftliche Exzellenz zwischen biomedizinischen Forschern der MLU und biomedizinischen Forschungsinstituten in Oxford, Großbritannien (GB) zu fördern.

Die MLU verfügt aus historischen Gründen über gut entwickelte akademische Verbindungen in den Osten (Polen, Russland, China etc.), aber weit weniger über einen Austausch mit Großbritannien, einer der führenden Forschungsnationen in Europa und auch ein bedeutender Handelspartner des Landes Sachsen-Anhalt.

Das Projekt wurde zunächst mit einer Anschubfinanzierung durch das Land Sachsen-Anhalt (350.000 €) sowie finanzieller und personeller Unterstützung durch die Stadt Halle (Saale) und die Open-Access-Zeitschrift CELL COMMUNICATION AND SIGNALING gestartet.

Im Jahr 2017 erhielt HAL-OX Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union (EU), die derzeit bis Ende 2022 laufen und ca. 2,1 Millionen € von der EU umfassen (zuzüglich eines lokalen Beitrages der MLU in Höhe von 20%; ca. 500.000 €).

Die Unterstützung der Karriereentwicklung von Nachwuchsforscherinnen und -forschern durch Forschungsstipendien, Reisekostenzuschüsse usw. ist ein wichtiger Bestandteil des HAL-OX-Forschungsnetzwerkes. Antragsberechtigt sind sowohl Medizinstudierende als auch Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Naturwissenschaften mit Verbindungen zur medizinischen Fakultät der MLU. Aber auch leitendes Forschungspersonal kann von diesem Programm profitieren, z.B. im Rahmen von beruflicher Weiterbildung, Konferenzen oder Kooperationen. HAL-OX finanziert auch eine Juniorprofessur und eine Nachwuchsforschungsgruppe mit mehreren Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter.

Tenure-track Jun.Prof. Dr. Michael Böttcher, ein Experte für CRISPR-basierte Technologien, hat im April 2019 seine Arbeit am Institut für Molekulare Medizin aufgenommen, das im neuen Charles-Tanford-Proteinzentrum angesiedelt ist.

Darüber hinaus organisiert HAL-OX eine hochkarätige Vortragsreihe, zu der prominente Forscher aus Oxford, aber gelegentlich auch aus anderen internationalen Forschungszentren eingeladen werden. Die Vorträge und die sich anschließenden Empfänge und Abendessen bieten auch Gelegenheit zum zwanglosen Networking und für Studierende, um mehr über potenzielle Gastforschergruppen zu erfahren. Das HAL-OX-Netzwerk wird von dem Tumorbiologen Prof. Stephan M. Feller organisiert.