Forschungsstipendien von meist 9 bis 12 Monaten, gegebenenfalls aber auch etwas kürzer, werden leistungsorientiert vergeben und finanzieren ausgewählte Studierende und Graduierte in Form eines steuerfreien Stipendiums von 1.500 € pro Monat. Die Studierenden werden aufgrund ihres akademischen Potentials, ihrer bisherigen Forschungserfahrung sowie ihrer sozialen und sprachlichen Fähigkeiten in persönlichen Gesprächen ausgewählt, es sei denn, die Finanzierung erfolgt im Rahmen einer bereits bestehenden, produktiven Zusammenarbeit.  Die ausgewählten Studierenden schlagen Forschungsgruppen vor, die für sie von besonderem Interesse sind. Die Bewerbung bei potenziellen Gastlaboren erfolgt dann entweder direkt oder mit Unterstützung des Organisators des HAL-OX-Programmes. Zunächst führen interessierte Gastlabore Interviews mittels Skype oder direkt vor Ort durch.

Die Dauer der finanziellen Unterstützung ermöglicht es den HAL-OX-Forschungsstipendiaten, ihren eigenen definierten Forschungsfragen nachzugehen, anstatt nur ein laufendes Projekt zu begleiten. Der Forschungsfortschritt der Studierenden wird entweder durch schriftliche Berichte oder mündliche Präsentationen und/oder Feedback des Gastlabors überwacht. Wir freuen uns, berichten zu können, dass die Erfahrungen auf beiden Seiten des Forschungsnetzwerkes bisher ausschließlich positiv waren.

Für an der MLU beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiter stehen zusätzliche Reisestipendien in Höhe von 1.000 € pro Monat zur Deckung zusätzlicher Lebenshaltungs- und Reisekosten zur Verfügung. Begründete höhere Kosten können ebenfalls erstattet werden.

Kollaboration: Dr. Heidi Olzscha, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Physiologische Chemie, Proteinopathien (Research objectives: Posttranslational modifications (PTMs)) und Prof. Kim Midwood, University of Oxford, Kennedy Institute of Rheumatology, Midwood Group - Matrix Immunology
Projekttitel: Charakterisierung einer Integrin-Bindungsstelle innerhalb der FBG-Domäne von Tenascin-C
Förderzeitraum: 01.04.2020 - 30.09.2020

Projekttitel: Prostatakrebs in Afrika südlich der Sahara: Trends bei Inzidenz und Überlebensrate
Förderzeitraum: 15.01.2020 - 31.08.2020

Projekttitel: mRNA Dysregulation
Förderzeitraum: 06.12.2019 - 31.05.2020

Projekttitel: Identifizierung und Charakterisierung des Chromatin-Bindungsprofils verschiedener MLL-Fusionsproteine
Förderzeitraum: 14.10.2019 - 31.03.2021

"Nach meinem 6. FS Humanmedizin in Halle habe ich mein Studium unterbrochen, um in Oxford an meiner Promotion zu arbeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Forschungserfahrung, und war mit meinen 21 Jahren deutlich jünger als die meisten PhD Studierenden in England. Trotzdem wurde ich mit offenen Armen empfangen und sofort als Teil des Teams betrachtet und behandelt, was sowohl fordernd als auch unglaublich motivierend war. Trotz pandemischer Umstände habe ich unfassbar viel gelernt – über Epigenetik und Leukämie, aber auch über Oxford und Großbritannien und den Arbeitsalltag in der Wissenschaft und Forschung. Ich bin unbeschreiblich dankbar und stolz, Teil des HAL-OX-Programmes gewesen sein zu dürfen."

Gastlabor: Dr. Heidi Olzscha, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Physiologische Chemie, Proteinopathien
Projekttitel: Acetylierung bei Proteinfaltung und -fehlfaltung
Förderzeitraum: 24.06.2019 - 20.09.2019

Projekttitel: Genexpressionsdynamik der Hodenentwicklung während der menschlichen Pubertät
Förderzeitraum: 01.03.2019 - 30.09.2020

"Die 1,5 Jahre meines HAL-OX-Programmes habe ich im Labor von Prof. Anne Goriely verbracht. Die Gruppe verwendet die neuesten Entwicklungen der Next Generation Sequencing-Technologie, um die enge Beziehung zwischen dem Auftreten neuer Mutationen und der Regulierung des Zellschicksals in der männlichen Keimbahn zu untersuchen. Mein Forschungsprojekt konzentrierte sich dabei auf die räumlich-zeitliche Genexpression somatischer Hodenzellen (die sogenannte „Nische“), um tiefere Einblicke in die Ereignisse zu erhalten, die während der Pubertät zur Umstrukturierung des Hodengewebes führen (Guo et al., 2020 Cell Stem Cell).
Das Labor befindet sich im Weatherall Institute of Molecular Medicine, einem Institut mit rund 50 verschiedenen Forschungsgruppen mit Schwerpunkt auf Forschungsthemen rund um Hämatologie, Onkologie und Immunologie. Das Institut ist technisch umfassend ausgestattet und ermöglicht eine flexible und hochmoderne Forschungsstruktur. In wöchentlichen Symposien präsentieren interne und externe Forscher ihre neuesten Erkenntnisse und bauen leistungsfähige Forschungsnetzwerke auf. Die gemütliche Kantine lädt zum Austausch mit 500 Wissenschaftlern aus aller Welt oder zum Entspannen bei Tee und Kaffee ein.
Das HAL-OX-Programm unterstützt nicht nur die wissenschaftliche Weiterentwicklung, sondern ermöglicht auch eine umfangreiche persönliche Reise, die von einzigartigen Eindrücken und unzähligen tollen Momenten geprägt ist."

Projekttitel: Untersuchung der Rolle der Mikroumgebung bei der T21-vermittelten Störung der fötalen Hämatopoese
Förderzeitraum: 09.01.2019 - 31.07.2019

Gastlabor: Dr. Eva Kantelhardt, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik, Global Health
Projekttitel: Brustkrebs-Epidemiologie in Afrika südlich der Sahara
Förderzeitraum: 23.04.2018 - 30.06.2018

Projekttitel: Untersuchung der Mechanismen der viralen Restriktion durch IFITM3
Förderzeiträume: 16.04.2018 - 15.04.2019 und 01.03.2020 - 30.03.2020

Projekttitel: Expansion Stimulated Emission Depletion Microscopy (ExSTED) des peroxisomalen Translocons
Förderzeitraum: 26.03.2018 - 26.12.2018

Projekttitel: Tumorhypoxie/-mikromilieu
Förderzeitraum: 01.09.2017 - 28.02.2018

"Ich bin ausgebildeter Radioonkologe und arbeite an der Abteilung für Radioonkologie des Universitätsklinikums Halle (UKH), wo ich aktiv an der translationalen Forschung in Strahlenbiologie und klinischer Radioonkologie beteiligt bin. Ich hatte die Gelegenheit, sechs Monate im Labor von Prof. Ester Hammond am Oxford Institute for Radiation Oncology zu verbringen. Es war eine großartige Erfahrung, mit einem exzellenten internationalen Forschungsteam in einer außergewöhnlichen Forschungsumgebung zu arbeiten, die für mich wissenschaftlich sehr anregend und bereichernd war. Ich bin sowohl dankbar als auch stolz darauf, dass mir die Chance gegeben wurde, am "HAL-OX"-Stipendienprogramm teilzunehmen, das jungen und aufstrebenden Akademikern und Forschern der medizinischen Fakultät der MLU die außergewöhnliche Chance gibt, an der weltberühmten Universität Oxford, Großbritannien, zu forschen."

Projekttitel: Untersuchungen von Membranveränderungen als Reaktion auf Signaltransduktion mit hoch-/superauflösender Mikroskopie
Förderzeitraum: 19.07.2017 - 19.10.2017

Projekttitel: Erzeugung und Untersuchung von Pankreas-Organoiden sowie Hemmung der Carboanhydrase IX
Förderzeiträume: 01.07.2017 - 31.03.2018 und 01.02.2019 - 29.02.2020

Projekttitel: Funktionelle Charakterisierung des deubiquitinierenden Enzyms OTUD3
Förderzeitraum: 01.07.2016 - 31.12.2016

Projekttitel: Die Rolle des Insulinähnlichen Wachstumsfaktors (IGF) als Signalgeber in der Tumorbiologie
Förderzeitraum: 01.04.2016 - 31.08.2016

„Über die Initiative von Professor Feller vom Institut für Molekulare Medizin, Sektion Tumorbiologie, der Medizinsichen Fakultät und mittels eines Stipendiums konnte ich an einem mehrmonatigen Forschungspraktikum an der Universität Oxford teilnehmen. Mein großes Interesse gilt der Grundlagenforschung im Bereich der Tumorbiologie, weil ich in meiner Doktorarbeit eine ähnliche Thematik aufgegriffen habe. Es hat mich deshalb in Oxford an das „Old Road Campus Research Building (ORCRB)“ gezogen, das zum „Department of Oncology“ gehört."

Projekttitel: Molekulare Analyse der Signalübertragung von Krebszellen
Förderzeitraum: 12.10.2015 - 01.04.2016

„Der Laboralltag ist in Oxford nicht viel anders als in Deutschland und die Kollegen sind ganz normal.“

Projekttitel: Panel für hämolytische Anämien
Förderzeitraum: 04.07.2015 - 30.09.2015              

„Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich mir durch das Stipendium der MLU die Möglichkeit bietet, an einer so renommierten Universität neue Erfahrungen im Forschungsbereich zu sammeln, die sich nicht nur sehr positiv auf meinen Lebenslauf auswirken, sondern auch meine theoretischen und praktischen Skills verbessern."

Projekttitel: Funktionelle und molekulare Analyse des Transkriptions- und Replikationsregulatorproteins Cyclin F
Förderzeitraum: 01.07.2015 - 30.09.2015

„Ein Forschungsgruppenpraktikum im Ausland habe ich immer geplant, einerseits, um meine Englischkenntnisse zu verbessern, andererseits aber auch, um in andere Labore Einblick zu bekommen. Der Laboralltag ist aber nicht anders als in Deutschland und auch die Methoden entsprechen denen, die ich in Halle erlernt habe.“