Gegenwärtig sind Tumorerkrankungen die zweithäufigste Todesursache bei Erwachsenen und Kindern. Aufgrund der hohen Brisanz von Tumorerkrankungen und verbesserten Überlebenschancen ist es notwendig, eine patientenorientierte und evidenzbasierte Pflege in allen Krankheitsphasen und für alle Altersgruppen anzubieten.

Die Pflegenden müssen deshalb in der Lage sein, ein therapeutisches Umfeld zu schaffen, in dem die Patienten ihre Erkrankung bewältigen können sowie auch die Angehörigen Unterstützung erfahren. Darüber hinaus müssen sich die Pflegenden ihrer Rolle im therapeutischen Team bewusst sein sowie empathisch und kompetent Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können.

Beginn:     voraussichtlich 01.03.2021

Dauer:      2-5 Jahre

Preis:        4.700 € inkl. Prüfungs- und
                 Zertifikatsgebühren     
                 215 € Nachprüfungsgebühr
                 zzgl. Kosten für die Wahlmodule

Das Modul vermittelt umfassende Kenntnisse über die Mechanismen der Krebsentstehung, die zielgerichtete Diagnostik und Therapie. Die Teilnehmenden schätzen systematisch unter Verwendung pflegerischer Assessments die Auswirkungen der krebs- und therapiebedingten Einflussfaktoren ein. Dabei werden Aspekte wie individuelle Anforderungen, Ressourcen, Zielgruppen und Settings berücksichtigt. Diese Einschätzung führt zu einer professionell pflegerischen Beeinflussung von krebs- und therapiebedingten Auswirkungen in allen Phasen der Erkrankung.

Das Modul vermittelt Wissen zu rechtlichen, gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen, in der onkologische Pflege professionell handelt. Hierfür werden Aspekte der Gesundheitsökonomie, des Arbeits- und Selbstschutzes thematisiert. Besonderer Wert wird auf Koordination und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen über den gesamten Krankheitsverlauf hinweg gelegt. Hieraus werden für die professionelle onkologische Pflege aktuelle und zukünftige relevante Handlungsfelder abgeleitet.

Zentrales Element dieses Moduls ist die Kommunikation und deren Wirkung bzw. Beeinflussung im Verlauf der Behandlung einer Krebserkrankung. Je nach Situation des Patienten oder dessen sozialem Umfeld, sind angepasste Gesprächsformen nötig. Teilnehmer lernen diese Situationen zu erkennen und setzen diese Gesprächsformen adäquat ein. Dabei unterstützen sie die Akzeptanz der Meinungen und Entscheidungen der Patienten und deren sozialem Umfeld im therapeutischen Team.

Dieses Modul vermittelt Wissen über palliative Versorgungsformen. Es bietet Lehrinhalte zur Symptombehandlung schwerstkranker und sterbender Patienten. Weiterhin werden die Teilnehmenden für psychologische wie spirituelle Reaktionen der Betroffenen und deren sozialem Umfeld sensibilisiert. Zuletzt werden rechtliche wie ethische Aspekte aufgegriffen. All dies geschieht vor dem Hintergrund der Eigenreflexion zu den Themenkomplexen Lebensbilanz, Tod und Sterben.

1800 Stunden auf verschiedenen onkologischen Stationen

  • obligatorisch:
    - 500 Stunden internistische Onkologie
    - 500 Stunden strahlentherapeutischer Einsatz
    - 500 Stunden chirurgische Onkologie
  • Wahlpflichtbereich: 
    - 300 Stunden sind auf optionale Einsätze zu
      verteilen. 

Die Teilnahme wird in Form eines Zeugnisses einschließlich Leistungsnachweis bestätigt. Für belegte Module einschließlich "Palliative Care" werden separate Zertifikate ausgestellt.

  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung nach §1 Absatz1 Satz 1 Nr.1 oder 2 des Krankenpflegegesetzes
  • mindestens sechsmonatige Tätigkeit im intensivpflegerischen Bereich