Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Computertomographie

 

Der Arbeitsbereich CT verfügt über zwei Mehrzeilen-CT. Zusätzlich steht in der zentralen Notaufnahme ein weiteres Mehrzeilen-CT-Gerät für die Notfalldiagnostik zur Verfügung. 

Die Computertomographie (CT), ist eine computergestützte Röntgenuntersuchung, bei der der Körper in Schichten untersucht und dargestellt wird. Durch Ausnutzung der unterschiedlichen Durchlässigkeit verschiedener Körpergewebe für Röntgen-strahlen können Veränderungen im Körper sichtbar gemacht werden. 

 

Bei der Untersuchung rotiert im Gehäuse (Gantry) des Computertomographen eine Röntgenröhre um den auf dem Untersuchungstisch liegenden Patienten kontinuierlich. Während der Untersuchungstisch mit dem Patienten langsam in die Röhre fährt, werden fächerförmig Röntgenstrahlen durch den Körper geschickt und die Abschwächung dieser Röntgenstrahlen mit Hilfe des der Röntgenröhre gegenüberliegenden Aufnahmesystems (Detektor) registriert. 

 

Anschließend berechnet ein leistungsfähiger Computer aus einer großen Anzahl von Messwerten (Schwächungswerten) ein Bild, das die dreidimensionale Verteilung der Schwächungswerte im Körper bzw. in der untersuchten Körperregion darstellt. Die Bilder werden anschließend vom Radiologen an hochauflösenden Monitoren, oft nach zusätzlichen Computerrekonstruktionen ausgewertet. 

 

Moderne Computertomographen sind sogenannte Mehrzeilen-Spiral-Geräte. Hierbei wird die Abschwächung der Röntgenfächerstrahlen von mehreren parallel angeordneten Detektorreihen registriert, was die Untersuchungsdauer stark verkürzt. Die erhaltenen CT-Bilder können vom Bildschirm auf Filme übertragen oder auf CD/DVD gespeichert werden. Durch die Verarbeitung der gewonnenen Bilddaten im Computer können beliebige Schichtdicken und Schichtebenen dreidimensional erzeugt werden. 

 

Weitere Bedeutung hat die CT in der interventionellen Therapie erlangt, da man auch mithilfe der CT gezielt und sehr genau in verschiedene Köperbereiche vorgehen kann. So gehören heute u.a. Techniken zur Schmerztherapie, Drainagenanlagen, Punktionen und Gewebeprobenentnahmen zum Standard einer CT-Abteilung, aber auch Tumortherapie und Befundmarkierungen vor Operationen sind unter CT-Sicht möglich. 

 

Ablauf der CT-Untersuchung

 

Nach vorangegangener Aufklärung und Vorbereitung (ggf. Anlage und Kontrolle des intravenösen Zugangs für die etwaige Kontrastmittelapplikation) des Patienten, wird der Patient auf dem Untersuchungstisch des Computertomographen von der MTRA gelagert. 

 

Je nach Fragestellung und zu untersuchender Körperregion kann die Untersuchung einige Minuten in Anspruch nehmen. Während der Untersuchung hat der Patient über eine Gegensprechanlage in der Gantry Kontakt mit den untersuchenden Ärzten und MTRA im angrenzenden Bedienraum. Zusätzlich wird der Patient kontinuierlich während der Untersuchung  durch ein Sichtfenster im Bedienraum und über eine Videokamera im Untersuchungsraum  überwacht. Die "Röhre" ist hierbei eher als eine Scheibe zu sehen, Platzangst spielt hier keine Rolle.

 

Während  der Untersuchung sollte der Patient ruhig und entspannt auf der Untersuchungsliege liegen, Bewegungen vermeiden und die über die Gegensprechanlage mitgeteilten Atemkommandos exakt befolgen.

 

Für die Untersuchung des  Darmes kann u.U. auch eine zusätzliche orale Kontrast-mitteleinnahme notwendig sein. Hierfür muss der Patient 1-2 Stunden vor der eigentlichen CT-Untersuchung 1-2 l eines flüssigen Kontrastmittels trinken. 

 

Strahlenexposition bei einer CT-Untersuchung

 

Die Strahlenexposition bei einer CT-Untersuchung hängt von verschiedenen Faktoren ab – wie bspw. der Größe und Lage der zu untersuchenden Körperregion. Die Strahlenexposition bei der CT-Untersuchung ist höher als bei der Anfertigung konventioneller Röntgenaufnahmen. Jedoch ist die diagnostische Information durch die CT gegenüber den konventionellen Röntgenaufnahmen auch ganz deutlich  höher.  Grundsätzlich wird der Radiologe darauf achten, dass die Strahlenexposition so gering wie überhaupt möglich ist, so dass die geforderte diagnostische Information der Aufnahmen nicht verloren geht.

 

CT-Untersuchung mit Kontrastmittel (KM)

 

Je nach Fragestellung kann zur Verbesserung des Gewebekontrastes die Gabe von Kontrastmittel intravenös und/oder oral durch Trinken indiziert sein. Die Mehrzahl der CT-Untersuchungen erfolgt unter intravenöser Kontrastmittelgabe. Bei der intravenösen Kontrastmittelgabe wird das Kontrastmittel über eine Kontrast-mittelpumpe durch eine in den Armvenen liegende flexible Plastikkanüle gespritzt.

 

Ernste unerwünschte Wirkungen sind bei der Kontrastmittelapplikation selten. Hierüber wird Ihr Arzt mit Ihnen vorher sprechen. Während der Gabe von intravenösen Kontrastmittel kann der Patient jedoch ein intensives Wärmegefühl des gesamten Körpers und einen metallischen Geschmack im Mund verspüren. Nach erfolgter Kontrastmittelinjektion lässt dies kontinuierlich wieder nach. 

 

In unserer Klinik werden jodhaltige Kontrastmittel verwendet, die für den Patienten in der Regel gut verträglich sind und nach kurzer Zeit wieder voll-ständig über die Nieren ausgeschieden werden. Vor einer kontrastmittelgestützten CT-Untersuchung findet im Vorfeld der eigentlichen Untersuchung ein Aufklärungs-gespräch mit dem verantwortlichen Radiologen statt. Hierbei wird der Patient über mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Kontrastmittelgabe informiert. Eventuell bestehende Risikofaktoren werden im Vorfeld abgeklärt. Zu den Risikofaktoren bei der Gabe jodhaltiger Kontrastmittel gehören Nieren- und Schilddrüsenfunktionsstörungen, ausgeprägte Allergieneigungen, bösartige Schilddrüsentumoren und eine Radiojodtherapie. Bitte weisen Sie Ihren Radiologen darauf hin, wenn Sie von einer solchen Erkrankung Kenntnis haben. Bestimmte Antidiabetes-Medikamente (z.B. Metforminhaltige Präparate) sollten 3 Tage vor der CT-Untersuchung abgesetzt werden. Unter Umständen ist eine Kontrastmittelgabe nur unter Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Prämedikation) möglich. 

 

Alternative Untersuchungsmethoden zur Computertomographie

 

In Abhängigkeit von der zu klärenden Fragestellung und der zu untersuchenden Körperregion kann auch eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung (MRT) oder eine Ultraschalluntersuchung indiziert sein. Die Auswahl der am besten geeigneten Untersuchungsmethode für die jeweilige Fragestellung erfolgt individuell im Vorfeld durch die Radiologen und die behandelnden Ärzten in Rücksprache mit den Patienten. 

 

Unser Leistungsspektrum schließt auch spezielle Untersuchungen ein: 

  • Kardio-CT mit Koronarangiographie und Calciumscoring
  • CT-Angiographie
  • Virtuelle Koloskopie
  • CT-gestützte Punktionen und Schmerztherapie (periradikuläre Therapie bei  Rückenbeschwerden, ausstrahlenden Rückenschmerzen)

Team Computertomographie

Lagebeschreibung

Der Arbeitsbereich CT befindet sich im Universitätsklinikum, Ernst-Grube-Str. 40, in der Ebene E0 des Funktionaltraktes.

Leitung

OA PD Dr. H. Gufler                 Tel/Fax: (0345) 557-2158/2167 

Computertomograph in der Zentralen Notaufnahme

CT in der Notfalldiagnostik: Traumatischer Nierenarterien-abriss mit akutem Infarkt der linken Niere.

3D-Modell eines Bauchaortenaneurysmas aus CT-Datensatz

3D-Modell zur Frakturvisualisierung aus CT-Datensatz

Angio-CT der Aorta mit Nachweis einer Dissektion