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Familienkonferenzen bei Frailty: Erhöhung der Patientensicherheit durch gemeinsame Priorisierung

Kurztitel

  • COFRAIL

Zeitraum

  • März 2018 bis Februar 2021

Leitung des Projektteams Halle

Mitarbeiter

Leitung des Konsortiums:

  • Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Projektkoordination: Dr. med. Achim Mortsiefer, Konsortialführung: Prof. Dr. med. Stefan Wilm

Konsortialpartner 

  • Dipl. Math. Birgitt Wiese, Medizinische Statistik und IT-Infrastruktur, Institut für Allgmeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
  • Prof. Dr. med. Attila Altiner, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Rostock (2. Studienzentrum) 
  • Prof. Dr. Petra Thürmann, Institut für Klinische Pharmakologie, Universität Witten/Herdecke (Planung und Begleitung der Intervention) 
  • Prof. Dr. Gabriele Meyer, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Universität Halle-Wittenberg (Planung der Intervention Prozessevaluation) 
  • Prof. Dr. Dr. Andrea Icks MBA, Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie, Universität Düsseldorf (Gesundheitsökonomische Evaluation)

Kooperationspartner (Beratung zur zukünftigen Flächenimplementierung): 

  • AOK Nordost;
  • Henrik Wiegelmann, Selbsthilfeorganisation „Wir pflegen“; 
  • Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Palliativmedizinische Abteilung, Universitätsklinikum Erlangen 
  • Marjan van den Akker, PhD, Maastricht University, School CAPHRI, Dept. of Family Medicine 

Förderung

  • Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (Förderkennzeichen: 01VSF17053 )

Zusammenfassung

Forschungsfrage und Arbeitshypothese

Das geriatrische Frailty-Syndrom bezeichnet einen Zustand körperlicher Gebrechlichkeit, der mit verminderter Lebenserwartung und erhöhten Risiken für Verwirrtheitszustände, Stürze und Krankenhauseinweisungen verbunden ist. Die medizinische Versorgung von PatientInnen mit Frailty ist komplex, da viele einzelne Gesundheitsprobleme gleichzeitig bestehen und der Nutzen vieler medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien für diese Patientengruppe nicht gesichert ist. Eine besondere Rolle kommt der Polypharmazie (Einnahme von fünf oder mehr Wirkstoffen) zu, die als verstärkender Faktor für das geriatrische Frailty-Syndrom angesehen wird. 

Das Projekt COFRAIL zielt darauf, die hausärztliche Versorgung ambulanter Patientinnen und Patienten zu verbessern. In Familienkonferenzen sollen HausärztInnen gemeinsam mit den PatientInnen und ihren pflegenden Angehörigen besprechen, welche Behandlungsziele mit welchen Mitteln verfolgt werden sollen. Das Ziel ist ein gemeinsamer Beschluss darüber, welche medizinischen Maßnahmen weitergeführt oder ergriffen werden sollen und auf welche Maßnahmen verzichtet werden soll. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Priorisierung der Arzneimitteltherapie gelegt werden.

 

Methoden

Im Projekt werden bei 670 PatientInnen je drei Familienkonferenzen durchgeführt. Dazu erhalten die HausärztInnen mehrere Fortbildungen. Anschließend wird untersucht, wie sich die Familienkonferenzen auf die Versorgung auswirken und welche Unterschiede zur regulären Versorgung erkennbar sind.