Um Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit zu bieten, neben ihren Aufgaben in der Krankenversorgung, auch ihre Karriere in der Forschung voranzutreiben, bietet die Universitätsmedizin Halle (Saale) zwei Programme an: Das Clinician-Scientist-Programm und das Advanced-Clinician-Scientist-Programm. Nähere Informationen zum Aufbau und den Zielen der Programme finden Sie in den entsprechenden Rubriken:

Clinician-Scientist-Programm

Mit dem halleschen Clinician-Scientist-Programm sollen klinische und grundlagenorientierte Forschung innerhalb der Facharztweiterbildung gleichermaßen gefördert werden.

Das Programm richtet sich an Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten in der zweiten Hälfe der Facharztweiterbildung.

Über einen Zeitraum von drei Jahren können bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit in Wissenschaft und Forschung investiert werden. Die Stelle wird entsprechend dem vereinbarten Prozentsatz über das Programm finanziert.

Nach erfolgreicher Bewerbung werden zur Sicherstellung des vereinbarten Prozentsatzes in einer dreiseitigen Zielvereinbarung zwischen dem Prodekan für Nachwuchsförderung, den EinrichtungsleiterInnen und dem Clinician Scientist die geplanten Zeiten für Klinik und Forschung im Lauf der dreijährigen Ausbildung vereinbart und Meilensteine schriftlich verankert.

Einmal pro Jahr wird in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Dekan und dem Prodekan Nachwuchsförderung über den Fortgang des Forschungsprojektes und der klinischen Ausbildung berichtet. Hierdurch wird ein angemessener Fortschritt sowohl im Forschungsprojekt als auch in der Facharztweiterbildung überprüft.

Die Clinician Scientist nehmen zur Schaffung einer Kommunikationsplattform und Ausbau des Netzwerks aktiv am Doktorandinnen- und Doktorandenkongress sowie am Forschungstag der Universität teil.

Zum Ende des Förderzeitraums soll die Facharztweiterbildung entsprechend fortgeschritten sein. Zudem sollten die wesentlichen Leistungen zu einer Habilitation erbracht und die Daten zum Projekt erfolgreich publiziert worden sein.

Werden die Vorgaben des Programms nicht eingehalten, veranlasst der Prodekan für Nachwuchsförderung über das Dekanat die unverzügliche Streichung der 0,5-VK-Stellenteile aus dem Sollbudget der Einrichtung.

Voraussetzungen:

  • Weiterbildungsstand: zweite Hälfte der Facharztweiterbildung
  • überdurchschnittliches Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten
  • herausragende Promotionsleistung
  • Forschungsprojekt in einem der beiden Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät (Molekulare Medizin der Signaltransduktion bzw. Epidemiologie und Pflegeforschung)

Bewerbungsunterlagen:

  • Motivationsschreiben
  • Befürwortungsschreiben des Einrichtungsleiters/der Einrichtungsleiterin inklusive Zusage zur Finanzierung der Stelle zu mind. 50% aus dem Budget der Einrichtung
  • wissenschaftlicher Lebenslauf mit  Verzeichnis der maximal zehn wichtigsten Publikationen
  • Beschreibung des Forschungsvorhabens (max. 10 Seiten) - hierfür ist diese Vorlage zu verwenden

Die Begutachtung der Anträge erfolgt durch die Steuergruppe des Promotionskollegs Medizin.

Advanced-Clinician-Scientist-Programm

Die zukunftsfähige Sicherstellung der Vereinbarkeit von klinischer Versorgung und wissenschaftlicher Tätigkeit in jeder Karrierestufe der forschenden Ärztinnen und Ärzte ist die Grundlage zur Erfüllung der besonderen Aufgaben der Universitätsmedizin in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Dazu müssen sichtbare, verlässliche und attraktive Karrierewege, berufliche Perspektiven sowie langfristig eigenständige Positionen für forschende Ärztinnen und Ärzte entwickelt und implementiert werden. Das Advanced-Clinician-Scientist-Programm der Universitätsmedizin Halle richtet sich an externe Interessierte.

Auch nach der Facharztqualifikation müssen geschützte Zeiten für Forschung im Verbund mit einer i.d.R. spezialisierten klinischen Tätigkeit verbindlich zugesichert werden. Als Instrument zur Realisierung hat die Medizinische Fakultät der MLU als eigenes Pilotprogramm den Advanced Clinician Scientist (ACS) gestartet.

Bei erfolgreicher Bewerbung stellt die Fakultät zur Förderung Ihrer Forschung ein Paket in Höhe von 120.000,- € pro Jahr (zunächst) befristet für 3 Jahre zur Verfügung.

Die Stelle wird zu 65 Prozent aus der Krankenversorgung und zu 35 Prozent aus dem ACS-Paket der Fakultät finanziert.

  1. Ausbau einer wissenschaftsorientierten und strukturierten Personalentwicklung sowie Personalakquise an der Universitätsmedizin Halle, die Forschungszeiten und -räume auch nach der Facharztqualifikation schützt.
  2. Unterstützung der Akquise von wissenschaftlich aktiven externen fachärztlichen Personal.
  3. Im Bereich der Krankenversorgung sollen die ACS eigenständige Leitungspositionen für Bereiche- bzw. Arbeitsgruppen innehaben (OA-Stelle). Dies wird durch die zunehmende Subspezialisierung zunehmend möglich und nötig.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossene Facharztweiterbildung im avisierten Fachgebiet notwendig
  • herausragende wissenschaftliche Qualifikation
  • Nachweis kontinuierlicher, überdurchschnittlicher selbstandiger wissenschaftlicher Tätigkeit
  • Passfähigkeit der wissenschaftlichen Vorleistungen zu den Schwerpunkten der Universitätsmedizin Halle (Saale)
  • Habilitation bzw. habilitationsequivalente Leistungen (wünschenswert)
  • Schwerpunkt- oder Zusatzweiterbildung (wünschenswert)

Bewerbungsunterlagen:

  • Lebenslauf
  • wissenschaftliche Kennzahlen
  • klinische Qualifikation,
  • Forschungskonzept
  • Befürwortung durch die aufnehmende Einrichtung

Die Ausschreibung des Advanced Clinician Scientist Programmes erfolgt unregelmäßig. Wir informieren unter Aktuelles.

Hämatologie/Onkologie

Die Klinik für Innere Medizin IV behandelt Patientinnen und Patienten mit Blutkrebs, Blutgerinnungsstörungen oder anderen gutartigen Blutveränderungen sowie soliden Tumoren. Unser Ziel ist es, Innovationen schnellstmöglich in die klinische Anwendung zu bringen. In unserer anwendungsorientierten Forschung nutzen wir unsere Kernexpertisen: (1.) das Wissen um den „unmet clinical need“, (2.) den Zugang zum Patienten und (3.) unsere Qualifikation in der Durchführung eigener klinischer Studien. Mit unserer S2-GMP Einheit im Landeszentrum für Zell- und Gentherapie haben wir die Möglichkeit, auch komplexe Zell- und Gentherapeutische Therapieansätze zu etablieren.

Kardiologie

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Pathologie

Das wissenschaftliche Arbeiten in der Pathologie changiert zwischen klinisch-translationaler und grundlagen-wissenschaftlicher Forschung. Die wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte des Instituts für Pathologie liegen dabei in der Charakterisierung von Mechanismen der Tumorentstehung, der Tumorprogression sowie des Immune Escape bei verschiedenen Tumorentitäten. Diese Schwerpunkte fügen sich ideal in die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät ein, was sich in der Beteiligung von Mitarbeiter*innen des IPA bei verschiedenen intramuralen und extramuralen Verbundanträgen, u.a. auch in federführender Position, niederschlägt. Der interdisziplinäre Austausch geht dabei weit über die Bereitstellung histologischer Expertise hinaus. Mit der Ausschreibung einer Advanced Clinician Scientist Stelle ist das Ziel verbunden, den Bereich der digitalen Pathologie zu stärken, um die Gewebe-basierte Forschung am Standort weiter zu unterstützen.

Kontakt

Prodekan für Nachwuchsförderung

Prof. Dr. med. Michael Bucher
Universitätsklinik für Anästhesiologie
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)
Telefon: 0345 557 2321
Telefax: 0345 557 3328
E-Mail: michael.bucheruk-hallede

 

Sekretariat Nachwuchsförderung

Michael Marquardt
Dekanat, Medizinische Fakultät
Magdeburger Str. 8
06112 Halle (Saale)
Telefon: 0345 557 3563
Telefax: 0345 557 1493
E-Mail: michael.marquardtuk-hallede