Soziale Ungleichheiten in der beruflichen Wiedereingliederung und der sozialen Mobilität von Krebspatient*innen in Mitteldeutschland (MOBIL-MD)

Soziale Ungleichheiten in der beruflichen Wiedereingliederung und der sozialen Mobilität von Krebspatient*innen in Mitteldeutschland (MOBIL-MD)

Über das Projekt:

Ziel des Projektes MOBIL-MD ist es, soziale Ungleichheiten in der beruflichen Reintegration und in sozialen Mobilitätsprozessen bei Krebspatientinnen und –patienten zu analysieren sowie die Rolle rehabilitativer Maßnahmen für diese Prozesse zu erkunden. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland. Die Durchführung erfolgt am Institut für Medizinische Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Leitung von Dr. Julia Roick.

 

Warum sollte Ich an der Studie teilnehmen?

Bei Krebspatientinnen und –patienten im erwerbsfähigen Alter stellt die berufliche Reintegration ein wichtiges Ziel für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung dar. In Deutschland kehren ca. zwei Drittel aller an Krebs Erkrankten wieder in ihren Beruf zurück. Von diesen berichtet jeder Dritte, dass aufgrund der Erkrankung die Arbeitszeit verkürzt werden musste, jeder Vierte wechselt die berufliche Position.

Krebspatientinnen und –patienten sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen oder nehmen Früh- oder Erwerbsminderungsrente in Anspruch. Welche Faktoren den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung bedingen, ist bisher nur unzureichend geklärt. Unklar bleibt auch, inwiefern die beruflichen Veränderungen zu sozialer Abwärtsmobilität führen und somit finanzielle Schwierigkeiten erhöhen.

Durch das Projekt sollen Informationen zu sozialen Ungleichheiten in der Rückkehr ins Erwerbsleben und zu sozialen Mobilitätsprozessen bei Krebspatientinnen und –patienten aus Mitteldeutschland bereitgestellt werden. Zusätzlich werden Erkenntnisse zur Inanspruchnahme von rehabilitativen Maßnahmen und deren Effekte für die Berufsrückkehr herausgearbeitet.

Die Ergebnisse sollen dabei helfen, um Hürden in der beruflichen Reintegration zu identifizieren, Optimierungspotenziale für den Wiedereingliederungsprozess zu erkennen und Risikogruppen durch die Entwicklung gezielter Maßnahmen besser beim Erhalt der Erwerbsfähigkeit zu unterstützen.

Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag beim Erreichen dieser Ziele.

 

Wie läuft das Projekt ab?

In einem ersten Teil der Studie sollen mittels Fragebögen Personen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befragt werden, die zwischen 2017 und 2021 erstmals an einem malignen Tumor erkrankt sind und zu diesem Zeitpunkt zwischen 18 und 60 Jahre alt waren. Zum Online-Fragebogen gelangen Sie über folgenden Link: https://s2survey.net/mobil-md/. Weiterhin gibt es den Fragebogen in gedruckter Form, bei Interesse wenden Sie sich bitte an christian.heckel@medizin.uni-halle.de

In einem zweiten Teil der Studie sollen ab 2024 zusätzlich Personen interviewt werden, die zuvor an der Fragebogenerhebung teilgenommen haben. Diese können an unserem Institut in Halle oder auf Wunsch online stattfinden.

 

Welche Fragen werden mir gestellt?

Neben Fragen zu Ihrer Erkrankung und der Krankheitsbewältigung werden vor allem Fragen zu den folgenden Bereichen gestellt:

  • Berufstätigkeit vor und nach der Krebserkrankung
  • Dauer der Rückkehr zum Beruf
  • Änderungen in der Berufstätigkeit (Zeit, Umfang, Position)
  • Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen wie z.B. Rehabilitationsmaßnahmen
  • ausgewählte arbeitsbezogenen, personalen und psychosozialen Faktoren (u.a. wahrgenommene soziale Unterstützung, Umgang mit der Krankheit, Änderungen der finanziellen Situation)

 

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Der Projektmitarbeiter Christian Heckel freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Projekt.

Kontakt:

Dipl.-Soz. Christian Heckel

Institut für Medizinische Soziologie

Universitätsmedizin Halle (Saale)

Magdeburger Straße 8, 06112 Halle

E-Mail: christian.heckel☉medizin.uni-halle.de