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Das Akustikusneurinom

Akustikusneurinome sind die häufigsten Tumoren im Kleinhirnbrückenwinkel. Es handelt sich um gutartige Geschwülste, die von der Nervenhüllschicht des Gleichgewichtsnerven ausgehen. Sie entstehen in der Regel im inneren Gehörgang und wachsen langsam in das Schädelinnere vor. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Hörstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus). Der Gesichtsnerv (N.facialis), der ebenfalls durch den inneren Gehörgang verläuft, kann zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen sein. Es besteht dann eine zunehmende Asymmetrie des Gesichtes. Seltener sind Störungen des Gefühlsnerven (Nervus trigeminus) oder der Schlucknerven. 

Grundsätzlich besteht auch beim Auftreten von Symptomen zunächst die Möglichkeit eines abwartenden Verhaltens. Größere Untersuchungen haben gezeigt, dass in einigen Fällen der Tumor nur wenig oder gar nicht weiter wächst, so dass eine aktive Behandlung nicht erforderlich ist. Die Strahlentherapie hat sich als eine weitere alternative Behandlungsmethode erwiesen. Mit einer genauen Dosierung der Strahlen kann eine Tumorkontrolle, d. h. die Verhinderung eines weiteren Wachstums erreicht werden. Der Tumor selbst bleibt bestehen, wächst aber nicht mehr. Langzeitergebnisse über 15 bis 20 Jahre liegen für dieses Verfahren allerdings noch nicht vor.

Eine echte Heilung hingegen kann nur durch eine Operation erreicht werden. Entscheidend für den Patienten, der sich einem operativen Eingriff unterzieht, ist maximale Sicherheit während des Eingriffs und in der postoperativen Phase. Während der Operation stehen neurophysiologische Verfahren zur Verfügung, die eine ständige Gewährleistung der Hörnervenfunktion und der Funktion des Gesichtsnerven garantieren. Das hierfür entworfene Überwachungskonzept für den Nervus facialis, die in unserer Klinik entwickelte "Hallenser Ampel", ist weltweit einzigartig.

Nach der Operation profitieren die Patienten von einem eigens entwickelten,  medikamentösen Behandlungsschema, das für eine Verbesserung der Mikrozirkulation sorgt. Damit werden die Behandlungsergebnisse sowohl für den Hörnerv als auch für den Gesichtsnerv deutlich verbessert.

Direktorat

Direktor:
Prof. Dr. med. Christian Strauss

Sekretariat:
Heike Nywelt

Hausanschrift:
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik
für Neurochirurgie
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

Telefon: (0345) 557 1407
Telefax: (0345) 557 1412
E-Mail:
christian.strauss(at)medizin.uni-halle.de
neurochirurgie(at)medizin.uni-halle.de

 

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Operation mit der "Hallenser Ampel": Automatisiertes Neuromonitoring