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Neuromuskuläres Zentrum erhält erneut DGM-Gütesiegel

Professor Zierz

Die Behandlung von Muskelerkrankungen im Neuromuskulären Zentrum Halle ist erneut mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) ausgezeichnet worden. "Wir freuen uns, dass die Qualität unserer Arbeit weiterhin anerkannt wird", sagt Professor Dr. Stephan Zierz, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Halle und Leiter des Neuromuskulären Zentrums, ein bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Muskelerkrankungen (Myopathien). 

Das von der DGM zertifizierte Neuromuskuläre Zentrum behandelt nicht nur Patienten aus Sachsen-Anhalt, sondern auf Grund der besonderen Expertise Erkrankte aus dem gesamten Bundesgebiet. Es zählt damit zu den größten Einrichtungen in Deutschland und verfügt in der Neurolgischen Universitätsklinik als eines der wenigen Zentren über ein eigenes Muskellabor, „Dort können die entnommenen Muskelproben umfassend untersucht werden“, betont Prof. Dr. Marcus Deschauer, Sprecher des Neuromuskulären Zentrums in Halle. Aufgrund der vielen seltenen Ursachen von Muskelerkrankungen sind dabei sehr spezielle Untersuchungen notwendig. Es werden nicht nur Schnitte der Muskelproben unter dem Mikroskop analysiert, sondern auch biochemische Protein- und Enzymanalysen sowie molekulargenetische Untersuchungen vorgenommen.  

Zu den behandelten Erkrankungen zählen beispielsweise Erkrankungen mit Muskelschwund (Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie und Amyotrophe Lateralsklerose), aber auch Erkrankungen durch  Muskelentzündung (Myositis) oder Stoffwechselstörungen des Muskels (metabolische Myopathien). Viele neuromuskuläre Erkrankungen sind erblich bedingt. Dabei gibt es mehr als 200 Formen, die teilweise nur sehr selten auftreten und daher einer besonderen Behandlungskompetenz bedürfen.

Die DGM vergibt das Gütesiegel mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Standards für die Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen auf einem qualitativ anerkannten Niveau sicher zu stellen. Dabei legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit, da Muskelerkrankungen nicht nur Muskeln, sondern auch andere Organe wie Herz, Lunge und Augen betreffen können.

Regelmäßige ambulante Muskelsprechstunden von Neurologen und Neuropädiatern sowie stationäre Betten mit der Möglichkeit der intensivmedizinischen Betreuung einschließlich Beatmung gehören beispielsweise zu den DGM-Anforderungen. Die Fachbereiche der Neurologie, Neuropädiatrie, Kardiologie und Pulmologie müssen vertreten und eine humangenetische Beratung möglich sein. Zusätzlich gewünschte Fachbereiche sind die Orthopädie, Rheumatologie sowie eine Sozial- und Hilfsmittelberatung und eine beratende Physiotherapie. 

 

 

Sprecher der drei deutschen Pflegeforschungsverbünde sehen EU-Mindeststandards als Qualitäts-Chance

In 24 von 27 Mitgliedsstaaten der EU sind 12 Jahre Allgemeinbildung als Zugangsvoraussetzung zur vollen Pflegeausbildung Standard, nur für Assistenz-Berufe in der Pflege genügen in den meisten europäischen Ländern weniger als 12 Jahre Allgemeinbildung. Zu den drei Ländern, in denen dieser Standard nicht gilt, gehört Deutschland. Die EU-Kommission hat eine Neufassung der EU-Richtlinie 2005/35/EG vorgelegt, die die Qualität und Sicherheit der Pflege, die Transparenz der Ausbildungen, die Schlüssigkeit des Berufsrechts und die grenzüberschreitende Mobilität der Mitglieder der Pflegeprofession sichern sollen. Bundespolitiker der Regierungskoalition, aber auch vereinzelt der Opposition haben sich gegen diese Neufassung der EU-Kommission und gegen den europäischen Bildungsstandard gewandt. 


Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) äußerte sein Unverständnis, "weshalb nur noch Abiturienten Pfleger werden dürfen, es kommt viel mehr auf die soziale Kompetenz als auf ein oder zwei Jahre mehr in der Schulzeit an." Die Sprecher der drei deutschen Pflegeforschungsverbünde halten das für eine falsche Alternative: Auch bei psychologischen Psychotherapeuten und vielen anderen Berufen ist soziale Kompetenz entscheidend, ohne dass deshalb für sie eine nur zehnjährige Schulzeit als ausreichend gefordert wird. Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und Altenpfleger/-innen haben in Deutschland eine enorme individuelle Verantwortung bei der Durchführung pflegerischer und therapeutischer Leistungen und Beratungen, die für jeden Einzelfall eines Patienten oder Pflegebedürftigen individuell justiert und beachtet werden müssen. „Pflegefehler sind anders als Fehler in der Teileproduktion oft nicht wieder gut zu machen.“ 


Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen bedürfen gerade im demographischen Wandel der dreifachen Kompetenz, eigenverantwortlich beraten, die Angemessenheit ihrer Durchführungen eigenverantwortlich beurteilen und Evidence im individuellen Fall aufbauen zu können“. Weiter führen die drei Sprecher, die Professoren Johann Behrens (Universität Halle-Wittenberg), Stefan Görres (Universität Bremen) und Doris Schaeffer (Universität Bielefeld) aus: "Alle diese Tätigkeiten verlangen Sprach- einschließlich weitreichender Fremdsprachenkenntnisse und vertiefte methodische und soziale Kompetenzen, die in Deutschland das Ziel des Abiturs sind." Dass der Gesundheitsminister den Erwerb sozialer Kompetenz und den Besuch der Oberstufe deutscher Schulen gegen einander setze, offenbare eine schlechte Meinung über deutsche allgemeinbildende Schulen.
Behrens, Görres und Schaeffer sehen viele Länderministerien erheblich weiter als die Bundespolitik: "Wie Ärzte, Juristen, Ingenieure, Psychologen, Pfarrer und Lehrer studieren bereits heute viele Pflege- und Therapieberufe in Deutschland ausbildungsintegrierend an Universitäten. Es handelt sich bei den universitären Studiengängen in keinem einzigen Fall um befristete Modellstudiengänge, sondern um völlig reguläre und akkreditierte Studiengänge."


Falsch sei auch die Behauptung, mit der Annahme der von der EU-Kommission vorgeschlagenen EU-Richtlinie, die schon heute 24 von 27 EU-Staaten einhielten, gäbe es keinen Weg mehr für deutsche Hauptschüler in die Pflege. In keinem europäischen Land sei dieser Weg völlig versperrt. Nach Meinung der Sprecher der Pflegeforschungsverbünde sollte jeder Hauptschüler, selbst jeder geeignete Hauptschüler ohne Schulabschluss, zwar nicht gleich eine Ausbildung für die Gesundheits- und Krankenpflege, aber eine Ausbildung für die wichtigen Assistenzberufe in der Pflege machen können - wie es überall in der EU möglich ist. "Selbstverständlich können diese Assistentinnen und Assistenten ohne Abitur dann ihr Abitur nachmachen, ihre beruflichen Fähigkeiten dabei anerkennen lassen und sich zu Gesundheits- und Krankenpflegern heranbilden". Bildungswege müssten in Deutschland durchlässiger werden, so wenig durchlässig wie in Deutschland sind sie in fast keinem europäischen Land.


Deshalb setzen sich die Sprecher der drei Pflegeforschungsverbünde Johann Behrens, Stefan Görres und Doris Schaeffer dafür ein, dass die Bundespolitik nicht gegen die EU-Standards kämpft, um sie zu unterbieten. Vielmehr solle die EU-Richtlinie von der Bundespolitik als eine Chance unterstützt werden, die großen Herausforderungen der Pflege anzugehen, die in der "Agenda Pflegeforschung 2020" aufgeführt sind. In den Krankenhäusern nimmt die Zahl der Gesundheits- und Krankenpfleger seit Jahren ab, während immer mehr Patienten in immer kürzerer Zeit gemäß den wissenschaftlichen Fortschritten zu pflegen sind. In der ambulanten Pflege und generell in der Altenpflege stiegen demographisch bedingt die Anteile der schwer und der schwerst Pflegebedürftigen mit demenziellen Erkrankungen, die alle einen Anspruch auf gute rehabilitative und präventive Pflege haben. Mehr Fachpflegende aus Deutschland suchen sich eine Stelle im Ausland, wo ihre Leistungen in fast jeder Beziehung besser anerkannt seien, als verantwortlich Pflegende aus dem Ausland nach Deutschland kämen. Die schrittweise Anhebung der Allgemeinbildung für verantwortlich Pflegende auf europäisches Niveau sei nur ein Schritt zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben der Pflege, aber ein unverzichtbarer.
Behrens, Görres und Schaeffer fordern einen Pflegebildungs-Gipfel, in dem die gestiegenen Anforderungen an die Pflege, die entsprechenden Qualifikationswege, die Arbeitsbedingungen und die Anerkennung der Pflege von Vertretern der Gesellschaft, der Einrichtungen und vor allem der Sachverständigen und der Pflegebedürftigen erörtert würden. Der Kampf gegen europäische Mindeststandards löse die Probleme der Pflege ebenso wenig wie die Entgegensetzung von sozialer Kompetenz und Allgemeinbildung.

Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung:
Prof. Dr. Johann Behrens, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Magdeburger Straße 8, 06097 Halle (Saale)
Tel.: (0345) 557 4472, EMail: johann.behrens@medizin.uni-halle.de 

"Mission erfüllt" - Professor Marneros geht in den Ruhestand

„Mission erfüllt“ – auf diesen kurzen Nenner kann Professor Andreas Marneros, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, seine Bilanz seiner fast zwanzig Jahre als Klinikdirektor bringen. Doch dahinter steckt weit mehr. Denn bei seiner ersten Begehung der Klinik in der Julius-Kühn-Straße im Sommer 1992 präsentierte sich die Einrichtung in einem baulich und konzeptionell schlechten Zustand: „Ich erlebte einen Psychiatrieschock oder besser gesagt, einen Menschenrechtsschock.“ Das Schlimmste seien die geschlossenen Stationen gewesen: statt wie vorgesehen mit acht Patienten belegt, wurden hier unter schlechtesten Bedingungen 18 Menschen versorgt. Die Patienten hatten keine Intimsphäre, die Einrichtung war verschlissen: „Ich wollte einfach nur weg“, so beschreibt der Psychiater seinen ersten Eindruck von der Klinik, deren Leitung er kurze Zeit später übernahm.“ Denn: „Nur Feiglinge laufen weg und suchen sich ein Alibi.“


Die Klinik wurde in ihren Gründungsjahren um 1891 auf der Weltausstellung in Chicago als die beste der Welt bezeichnet. Von Halle aus habe sich Johann Christian Reil „für die humanitäre, würdevolle Behandlung psychisch Kranker“ eingesetzt. In der DDR seien das Gelände und die Einrichtung verkommen. Mit Beharrlichkeit und gegen Widerstände hat sich Professor Marneros für die Sanierung der Klinik – und damit der Schaffung menschenwürdiger Behandlungsbedingungen – eingesetzt. Bereits ein Jahr nach seinem Dienstantritt konnten im November 1993 neue Stationen eröffnet werden. „Für mich war dieser Tag einer der glücklichsten meiner beruflichen Karriere.“ Er bereue keine Sekunde seiner Tätigkeit in Halle. Professor Marneros verweist darauf, dass die Sanierung seiner Klinik nahezu abgeschlossen ist. Es steht nur noch die Erneuerung des alten Wirtschaftsgebäudes an, in dem künftig eine moderne Physiotherapie, ein Hörsaal und eine Cafeteria für Patienten und Mitarbeiter zu finden sein werden. 5,3 Millionen Euro stellt das Land Sachsen-Anhalt dafür zur Verfügung. 


„Ich bin geblieben. Und ich habe es geändert. Besser gesagt: Wir haben es geschafft. Wir alle.“ Und so präsentiert sich heute die Klinik mit viel Licht, viel Platz, viel Farbe, viel Individualität und viel Schutz der Intimität: „Alles wurde nach den Prinzipien der Humanität verändert“. Daher könne er nun auch leichten Herzens Abschied nehmen: von seiner Klinik, seinen Mitarbeitern und vor allem von seinen Patienten. Am Donnerstag, 26. Januar 2012, hält Professor Marneros im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität, Universitätsplatz, seine akademische Abschiedsvorlesung, zu der sich mehr als 500 Gäste angemeldet haben. Darunter sind auch viele Vertreter der Justiz, wirkte der Psychiater doch über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus über viele Jahre als Gutachter in Gerichtsprozessen. 
Eine besondere Ehre werden ihm seine Mitarbeiter zu Teil werden lassen. Nach seinem Ausscheiden wird eine Station der Psychiatrischen Universitätsklinik seinen Namen tragen. „Über diese Aktion meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freue ich mich besonders, denn sie kommt aus tiefstem Herzen.“ 


Seit 40 Jahren Arzt, seit 64 Semestern habilitiert reizt Professor Marneros nun das Leben nach seiner akademischen Tätigkeit. „Ich habe in meiner Laufbahn sehr viel Leid gesehen, mich jeden Tag mit Kranken und Krankheit beschäftigt, so dass ich nun einen neuen Weg einschlagen werde.“ Ihm falle es leicht, seine Klinik zu verlassen, da er seine Ziele erreicht habe und auch über Wurzeln verfüge, die über seine ärztliche Tätigkeit hinausgehen. Er betont in diesem Zusammenhang, dass er bereits an zwei Buchprojekten arbeitet. Gerade erschienen ist seine spannende Autobiografie „Das Doppelherz des Odysseus“, die den Untertitel trägt: „Eine pathetische Liebeserklärung an Deutschland.“ Mit einem Stück Halle im Herzen wird er die Saalestadt verlassen.


Zum Lebenslauf:  Professor Marneros wurde 1946 auf Zypern geboren, ist seit fast 40 Jahren in Deutschland, hat an der Aristoteles-Universität Thessaloniki Medizin studiert und direkt nach dem Examen eine Tätigkeit an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz aufgenommen. Dort hat er promoviert und die Facharztanerkennung für Psychiatrie und Neurologie erworben. 1979 wechselte er an die Universität Köln, ein Jahr später wurde sein Habilitationsverfahren abgeschlossen. 1983 wurde er zum Professor für Klinische Psychiatrie an der Universität zu Köln berufen, 1985 hat er einen Ruf an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angenommen und wurde dort Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie und Allgemeine Psychopathologie. Seit 1992 ist er Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Professor Marneros hat in seiner Berufslaufbahn mehr als 30 Bücher geschrieben und mehr als 500 Aufsätze verfasst.

Psychische Störungen entstigmatisieren – Tag der offenen Tür in Psychiatrischer Universitätsklinik

Nach der überwältigenden Resonanz des ersten Tages der offenen Tür vor zwei Jahren möchte sich die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Mittwoch, 25. Januar 2012, wieder der Öffentlichkeit präsentieren:  „Das Wahrnehmen der Psychiatrie in den Augen der Menschen zu verbessern und der  Entstigmatisierung psychischer Störungen, und der Menschen, die darunter leiden, neue Wege zu zeigen, ist unsere gemeinsame Herzensange-legenheit“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr., Prof. h. c., Dr. h. c. mult. Andreas Marneros. Die Veranstaltung findet zwischen 13 und 19 Uhr in den Räumen der Klinik, Julis-Kühn-Straße 7, statt. 

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Art und Form der Therapie psychischer Störungen einem grundlegenden Wandel unterzogen. Neben neuen und besseren medikamentösen Behandlungsstrategien rückten immer mehr komplementäre und ergänzende Therapieformen in den Mittelpunkt der Behandlung psychischer Erkrankungen. Neben den psychotherapeutischen Interventionen sind hierbei Angebote aus dem künstlerisch gestaltenden Bereich zu nennen. Ein weiterer wichtiger Faktor auf dem Weg zur Genesung von oder dem Umgang mit einer psychischen Störung stellen für viele Betroffene Selbsthilfegruppen dar. „Aus diesem Grund möchten wir zu unserem 2. Tag der offenen Tür unter dem Motto „Aktiv und kreativ leben, liebe Patienten“ neben den Angeboten unserer Klinik auch eine Schriftsteller- und Künstlergruppe vorstellen und den Betroffenen Raum geben, sich und ihre Kunst zu präsentieren.

Im Rahmen des im Anschluss in unseren Räumlichkeiten stattfindenden Psychoseseminars wird es auch die Möglichkeit geben, hierüber wie auch über weitere Themen zu diskutieren. Darüber hinaus soll das neue virtuelle Labor zur Behandlung von Ängsten vorgestellt werden. Professor Marneros sagt:  „Wir hoffen auf reges Interesse und die Möglichkeit, wieder einen kleinen Teil möglicher Berührungsängste im Umgang mit psychischer Störung abzubauen und damit dazu beizutragen, dass psychisch Kranken Normalität und Akzeptanz und vielleicht auch ein wenig Bewunderung für Ihre Kreativität und Inspirationen entgegen gebracht wird.“ Für ihn sei der Tag der offenen Tür zudem die Möglichkeit, der Öffentlichkeit seinen designierten Nachfolger im Amt als Klinikdirektor vorzustellen und von den Hallensern Abschied zu nehmen. 

Programm:

13.00 Uhr Eröffnung Hörsaal der Klinik
 Vortrag über die Historie der Klinik; Valenka Dorsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik

13:40 Uhr Vernissage Therapiehaus; Selbsthilfegruppe „Kreatives Gestalten für Menschen mit seelischen Erkrankungen“

14:00 Uhr Führungen durch die Klinik

Basar in der Ergotherapie

Imbiss

15:30 Uhr Lesung der Schreibgruppe „Regenbogen“

17:00 Uhr Psychoseseminar Station Wernicke

Altersgesellschaft: Wie die Gesellschaft unter die Haut kommt und krank macht

Mit einem Vortrag über das Thema "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit: Wie die Gesellschaft  unter die Haut kommt und krank macht" wird die öffentliche Ringvorlesung "Die humane Altersgesellschaft: medizinische und soziale Herausforderung" fortgesetzt. Die Reihe veranstalten die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie und das Interdisziplinäre Zentrum für Altern in Halle. Der Vortrag findet am Donnerstag, 19. Januar 2012, im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, Hörsaal 3, statt und startet um 18 Uhr. Referent ist Professor Dr. Matthias Richter, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie. Zunehmend setzt sich in der Medizin die Erkenntnis durch, dass ein großer Teil der vorherrschenden gesundheitlichen Probleme auf die sozialen Bedingungen zurückgeführt werden kann, in denen Menschen leben und arbeiten. Eine moderne Medizin muss sich daher fragen, warum Menschen behandelt werden, ohne gleichzeitig zu verändern, was sie eigentlich krank macht. Der Vortrag stellt aktuelle Ergebnisse über den Einfluss von Armut und sozialer Ungleichheit auf Gesundheit und Lebenserwartung vor und diskutiert Mechanismen, wie „die Gesellschaft unter die Haut kommt“.

Tag der offenen Tür in der Orthopädie

Über die Wege in der Behandlung von Erkrankungen der Hüft- und Kniegelenke berichtet Professor Dr. David Wohlrab (Universitätsklinik und Poliklinik für Orthopädie; Direktor: Professor Dr. Karl-Stefan Delank) am kommenden Mittwoch, 18. Januar 2012, um 15 Uhr in einer allgemeinverständlichen Vorlesung für Patienten und Interessierte. Er spricht dabei unter anderem über den minimal-invasiven Gelenkersatz. Die Klinik betreibt eine Spezialstation für Hüft- und Knieendoprothetik und verfolgt dort ein besonderes Behandlungskonzept. Die Veranstaltung findet in der Universitätsklinik und Poliklinik für Orthopädie, Magdeburger Str. 22, im Hörsaal statt. Zudem besteht im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" die Möglichkeit, die Station zu erkunden und Experten der Klinik zu befragen. 

Neujahrskonzert der Martin-Luther-Universität

Orchester der Medizinischen Fakultät

Am Freitag, 13. Januar 2012, lädt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zu ihrem traditionellen Neujahrskonzert in die Aula im Löwengebäude am Universitätsplatz ein. Das Konzert des Orchesters der medizinischen Fakultät der MLU unter der Leitung von Volker Thäle beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Orchester der medizinischen Fakultät präsentiert ein vielseitiges Programm mit Werken von Johannes Brahms, Franz Liszt, Andrew Lloyd Webber und zum Abschluss Johann Strauss (Radetzky-Marsch). Den Klavierpart in Franz Liszts Fantasie für Klavier und Orchester über ungarische Volksmelodien übernimmt Allan Duarte Manhas.

Medizinische Fakultät verabschiedet 170 Absolventen

Löwengebäude der Universitäts

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität lädt am Samstag, 14. Januar 2012, zur fünften Absolventenfeier ein. Eingeladen sind jene jungen Mediziner, die im vergangenen Jahr ihr Studium erfolgreich mit dem Staatsexamen beendet haben. Die Veranstaltung findet in der Aula der Universität (Löwengebäude), Universitätsplatz 10, statt und beginnt um 12 Uhr. Eingeladen sind mehr als 170 Absolventinnen und Absolventen, etwa die Hälfte hat ihr Kommen bereits zugesagt. Die Festrede hält Professor Dr. Matthias Girndt (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II). Der Vortrag steht unter dem Titel "Sollen wir alle Vitamin D schlucken?". Der Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Dieter Körholz, wird gemeinsam mit Dekan Professor Dr. Michael Gekle den Absolventen gratulieren und sie mit der Ehrenmedaille der Medizinischen Fakultät und einem Blumenstrauß von der Martin-Luther-Universität verabschieden. Die musikalische Gestaltung das Orchester der Medizinischen Fakultät unter Leitung von OA Dr. Volker Thäle. 

Ausstellung von Veronika Schneider

Die bildende Künstlerin Veronika Schneider lädt zur Präsentation der Ergebnisse ihres Arbeitsstipendiums am Dienstag, 10. Januar 2012 um 15.30 Uhr in das Institut für Physiologische Chemie, Hollystr. 1, ein. Veronika Schneider arbeitet an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft. Aus der Begegnung des menschlichen Körpers mit molekularbiologischer Sequenzierung lässt Veronika Schneider Bilder sinnlich-assoziativer Fragmente entstehen. Während Ihrer Arbeit erhielt die Künstlerin Einblicke in Labore und Arbeitsweisen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. Zu sehen sind Plastiken, Collagen und Filme. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 31. Januar 2012. 

Immer mehr und immer höher: Autoren, Zeitschriften und Impact-Faktoren

"Immer mehr und immer höher: Autoren, Zeitschriften und Impact-Faktoren - Tendenzen der Medizinpublizistik" – darüber berichtet Professor Dr. Christopher Baethge im Rahmen einer Fortbildung des Instituts für Klinische Epidemiologie (Direktor: Professor Dr. Andreas Stang). Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. Januar 2012, ab 16 Uhr (Dauer: bis 17.15 Uhr)im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, Hörsaal 4, statt. Sie ist mit zwei Fortbildungspunkten (Kategorie A) bei der Ärztekammer des Land Sachsen-Anhalt bewertet.

Prof. Baethge, Facharzt für Psychiatrie und Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Redaktion des Deutschen Ärzteblatts und des „Deutsches Ärzteblatt International“, wird über Tendenzen der Medizinpublizistik auf Grundlage der Literatur auch unter Einbeziehung der Zahlen des Deutschen Ärzteblatts (Impact Faktor in 2011: 2.1) berichten. Darüber hinaus wird er Ratschläge geben, wie man sich als Leser, Wissenschaftler oder Redakteur auf die Tendenzen der Medizinpublizistik einstellen kann: z. B. hinsichtlich der Zunahme der Autorenzahl pro Artikel, Zunahme der Artikelzahlen, Zunahme der Zeitschriftentitel, Anglifizierung der Medizin, Open-access-Bewegung, der Inflation falsch-positiver Resultate bzw. übertriebener Effektstärken, der Rolle von Autorinnen und der Bedeutung von Interessenkonflikten. 

Reha-Vorlesung: „Sport und Bewegung bei Rheumakranken“

„Sport und Bewegung bei Rheumakranken“ ist das Schwerpunktthema der Ringvorlesung „Rehabilitation“, die am Mittwoch, 11. Januar 2012, zwischen 14 und 16 Uhr im Hörsaal Magdeburger Straße 12 (ehemalige HNO-Klinik) stattfindet. Von besonderem Interesse sind die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mit oftmals chronisch progredientem Verlauf und einem hohem Risiko für Einschränkungen der Aktivität und Teilhabe. Durch regelmäßige körperliche Aktivitäten (v. a. aerobes Kraft- und Ausdauertraining), die bereits während der Rehabilitation angeregt und umgesetzt werden, können bei  diesen Patienten eine Vielzahl gesundheitsbezogener Verbesserungen beobachtet werden. Dabei sind vor allem auch die Eigenmotivation der Patienten sowie die Förderung der Selbstmanagementkompetenzen für die Zeit nach der Rehabilitation relevant. Im ersten Vortrag wird Prof. Gerhard Huber (Institut für Sport und Sportwissenschaft, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) einen Überblick zum Thema: „Wirkmechanismen und Stellenwert von Sport und Training beim Management rheumatischer Erkrankungen“ geben.

Im Anschluss wird  Dipl.-Psych. Kerstin Mattukat (Institut für Rehabilitationsmedizin, MLU Halle-Wittenberg) die Ein-Jahres-Verlaufsergebnisse der KAKO-Studie: “Steigerung der Nachhaltigkeit von Bewegungsaktivitäten durch systematische  Motivationsarbeit (Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining bei Patienten mit Polyarthritis)“ darstellen. Die Moderation übernimmt Herr Prof. Kuno Hottenrott vom Institut für Sportwissenschaft der MLU Halle-Wittenberg.

Workshop "Strukturelemente von Ethikberatung"

Die Arbeitsgruppe "Ethik in der Praxis" (Sprecher: Prof. Dr. Florian Steger) der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina lädt zum Workshop "Strukturelemente von Ethikberatung" vom 10. bis 11. Januar 2012 in das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Martin-Luther-Universität nach Halle ein. Nähere Informationen und das Programm als PDF finden Sie hier. Ort: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06112 Halle (Saale)