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Pharmakologische Behandlungsstrategien bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und kardiogenen Schock

Kurztitel
Pharmakologische Behandlungsstrategien bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und kardiogenen Schock

Ausführlicher Projekttitel
Pharmakologische Behandlungsstrategien bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und kardiogenen Schock oder Schockvorstufen mit hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion

Verantwortliche Projektleiterin
Dr. Susanne Unverzagt

Projektlaufzeit
1.11.2010-30.10.2012

Projektmitarbeiter
Dr. Susanne Unverzagt, Katharina Hirsch, Prof. Johannes Haerting

Förderer/Sponsor
BMBF (01KG1024), Roux-Programm, Universität Halle (FKZ 24/34)

Kooperationspartner
Dr.Roland Prondzinsky (Medizinischen Klinik I, Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis)
Prof. Michael Buerke, Prof. Karl Werdan (Klinik für Innere Medizin III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
Prof. Holger Thiele (Herzzentrum der Universität Leipzig)

Publikationen und Vorträge
Unverzagt S, Wachsmuth L, Hirsch K, Thiele H, Buerke M, Haerting J, Werdan K, Prondzinsky R. Inotropic agents and vasodilator strategies for acute myocardial infarction complicated by cardiogenic shock or low cardiac output syndrome. Cochrane Database of Systematic Reviews 2014, Issue 1.

Unverzagt S, Hirsch K, Prondzinsky R. Vasopressors and predominantly vasoconstrictive drugs for acute myocardial infarction complicated by cardiogenic shock. Cochrane Database of Systematic Reviews (Protokoll im Reviewverfahren).

 

Kurzbeschreibung
Der kardiogene Schock in Folge eines linksventrikulären Pumpversagens ist die häufigste intrahospitale Todesursache bei akutem Herzinfarkt. Einen kardiogenen Schock erleiden 5–10 % aller Patienten mit Herzinfarkt, akut oder innerhalb der ersten Tage nach dem Myokardinfarkt. Die Sterblichkeit des infarktbedingten kardiogenen Schocks liegt bei 50–80 %, wobei sich aufgrund des häufigeren Einsatzes früher Revaskularisationen ein Rückgang der Sterblichkeit abzeichnet. Zurzeit werden in der deutschen Herzkreislaufgesellschaft die Leitlinien zur evidenzbasierten Diagnose, Monitoring und Behandlung des infarktinduzierten kardiogenen Schocks diskutiert. Dabei wurde der Mangel an Evidenz in nahezu allen empfohlenen Behandlungsoptionen deutlich. Große randomisierte Studien werden in dieser Hochrisiko-Patientengruppe mit verschiedenen, teilweise parallel laufenden Behandlungsoptionen selten durchgeführt, da sie extrem teuer und schwer durchführbar sind. Geplant ist ein systematischer Review zur Sammlung und Bewertung der Evidenz aus allen randomisierten und quasirandomisierten Studien. 

Alle den Anforderungen entsprechenden klinischen Studien, welche die Effektivität und Sicherheit einer Behandlung mittels pharmakologischer Therapien bei Patienten mit infarktinduzierten kardiogenen Schock oder Schockvorstufen mit hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion untersuchen, sollen in einer Literaturdatenbank gesammelt, analysiert und bewertet werden. Die Gruppe der zu untersuchenden Therapien umfasst alle inotropisch und vasodillatorisch wirksamen Medikamente, die Studienpopulation schließt alle Patienten mit akuten Myokardinfarkt und einer Komplikation durch kardiogenen Schock oder hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion ein. Kontrollgruppen können mit Placebo, anderen wirksamen Medikamenten oder ohne die zu untersuchenden Medikamente behandelt werden. Wirksamkeit und Sicherheit der Therapien werden anhand von vordefinierten patientenrelevanten Kriterien bewertet: Mortalität und unerwünschte Nebenwirkungen (Hauptzielkriterium), hämodynamische Parameter (Herzindex, mittlerer arterieller Druck und pulmonaler Kapillardruck), nicht-letale kardiovaskuläre Ereignisse (Re-Infarkt, Wiederverschluss der Koronararterien, Re-Revascularisation, Schlaganfall, rekurrente Ischämie), Länge des Aufenthalts im Krankenhaus und auf der Intensivstation und Lebensqualität. Primäre Endpunkte bilden die Grundlage der Beurteilung des Nutzens und Schaden der eingesetzten Therapien. Deshalb ergänzen wir den wichtigsten patientenrelevantesten Endpunkt zur Beurteilung des Nutzens der Therapie (Senkung der Mortalität) durch einen weiteren Endpunkt (Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen).

Kontakt

Direktor:
Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk

Chefsekretariat: 
Beate Jenderka

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Institut für Medizinische Epidemiologie, 
Biometrie und Informatik 
06097 Halle (Saale)

Besucher-/Lieferanschrift:  
Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale)

Telefon:
+49 (0)345  557-3570

Telefax:

+49 (0)345  557-3580

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