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Evidenzbasierte Medizin: wirksame und sichere Wege in die Praxis

Ausführlicher Projekttitel
Untersuchung der Wirksamkeit verschiedener Strategien zur Implementierung von Leitlinieninhalten zur ambulanten ärztlichen Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen

Verantwortliche Projektleiterin
Dr. Susanne Unverzagt

Projektlaufzeit
1.2.2012-31.10.2012

Projektmitarbeiter
Dr. Susanne Unverzagt

Förderer/Sponsor
ZI (Zentralinstitut für ärztliche Versorgung), Roux-Programm, Universität Halle (FKZ 25/06)

Kooperationspartner
Dr. Andreas Klement, Matthias Oemler, Kristin Brettschneider (Sektion Allgemeinmedizin , IMEBI)
Dr. Roland Prondzinsky (Medizinischen Klinik I, Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis

Publikationen und Vorträge
Unverzagt S, Klement A. Crucial characteristics. Deutsches Ärzteblatt International 2011; 108(28-29):491-2.

Klement A, Oemler M, Braun K, Unverzagt S. Strategien zur Implementierung von Leitlinien: Synopsis eines systematischen Reviews /Strategies for the implementation of guidelines: synopsis of a systematic review. Zeitschrift für Allgemeinmedizin (Unter Review)

Unverzagt S, Peinemann F, Oemler M, Braun K, Klement A. Meta-regression analyses to explain statistical heterogeneity in a systematic review of strategies for guideline implementation in primary care. Plos One 2014, 9 (10): e110619. doi:10.1371/journal.pone.0110619.

Unverzagt S, Oemler M, Braun K, Klement A. Strategies for guideline implementation in primary care focusing on patients with cardiovascular disease: a systematic review. Family Practice, 2014, 31 (3): 247–266.

Unverzagt S, Klement A, Samos F, Schnell S, Meyer G, Prondzinsky R. Interventions to enhance adherence of patients to guideline recommendations in secondary and tertiary prevention of heart failure: A systematic review. Vortrag auf dem 3. Forschungstag der Medizinischen Fakultät der Unverversität Halle, 10.10. 2014.

Unverzagt S, Braun K, Ömler M, Klement A. Wirksamkeit von Strategien zur Implementierung von Leitlinien bei kardiovaskulären Erkrankungen Meta-Regressionsanalysen zur Erklärung der Heterogenität. http://www.gmds.de/tagungen/2014/downloads/Programm/ GMDS2014_vorlaeufiges_Programm_Montag2.pdf

Unverzagt S, Braun K, Ömler M, Klement A. Assoziation zwischen Wirksamkeit und Endpunktpriorisierung in randomisierten Studien. http://www.egms.de/dynamic/de/meetings/ebm2014/index.htm?main=1&sub=2.

Unverzagt S, Braun K, Ömler M, Klement A. Meta-Regressionsmodell zum Vergleich der Wirksamkeit verschiedener Implementierungsstrategien. http://www.gmds2013.de/index.php?id=119.

Kurzbeschreibung
Hochwertige klinische Studien zu CVD-bezogenen Leitlinien sollen im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Leitlinien-Implementierungsstrategien und ihrer Kombination untersucht werden. Hierbei stehen die kurz- und langfristigen Effekte von Leitlinien und Leitlinienimplementierungsstrategien auf den Ebenen von Praxen, Ärzten und Patienten im Mittelpunkt der Metaanalysen.
Die methodische Vorgehensweise wurde in einem in der PROSPERO-Datenbank (international database of prospectively registered systematic reviews in health and social care ) veröffentlichten Protokoll festgelegt. Zur Überprüfung der Hypothesen werden alle (cluster-) randomisierten klinischen Studien zur Wirksamkeit verschiedener Implementierungsstrategien in allgemeinmedizinischen Praxen zur Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen beliebiger Ursache in einer Literaturdatenbank erfasst. Geplant sind folgende Vergleiche:

1.     Leitlinien und/oder Implementierungsstrategien vs. keine Leitlinien

2.     Leitlinien und/oder Implementierungsstrategien vs. andere Leitlinien und/oder Implementierungsstrategien

Hauptzielkriterium der geplanten Metaanalysen ist die Häufigkeit, in der die Therapieempfehlungen und Arzneimittelverordnungen in den Untersuchungsgruppen mit unterschiedlichen Implementierungsstrategien mit den Empfehlungen der untersuchten Leitlinien übereinstimmen (arztorientierte Adhärenz). Nebenzielkriterien beschreiben die Ergebnisse der Implementierungsstrategien am Patienten über patientenorientierte Endpunkte wie Gesamtüberleben, Morbidität und Mortalität durch CVD, Veränderung der Risikofaktoren, Lebensqualität und Kosten. 
Die Suchstrategie wird mit Unterstützung der Universitäts- und Landesbibliothek Halle entwickelt, auf Studien ab 1990 beschränkt und soll nicht-englischsprachige Literatur einbeziehen. Geeignete Studien werden in elektronischen Datenbanken, Registern laufender und abgeschlossener Studien und wissenschaftlicher Leitlinien, Konferenzbänden, Referenzlisten eingeschlossener Studien und im Kontakt mit Spezialisten gesucht. Der Suchverlauf wird konform zum PRISMA–Statement in einem Flussdiagramm dokumentiert.
Hauptzielkriterium ist die Häufigkeit leitlinienkonformer Behandlungen, welche über Odds Ratios und deren 95 % Konfidenzintervalle beschrieben wird. Ergebnisse aus clusterrandomisierten Studien ohne Berücksichtigung hierarchischer Strukturen werden korrigiert. Aufgrund der zu erwartenden heterogenen Studiendesigns werden die Studienergebnisse in einer Metaanalyse mit zufälligen Effekten zusammengefasst. Die Heterogenität zwischen den Studien wird aus statistischer und klinischer Sicht beurteilt, quantifiziert und in Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen berücksichtigt. 
Zeigen die Sensitivitätsanalysen eine starke Abhängigkeit der Ergebnisse von der gewählten Methodik, müssen die Ergebnisse entsprechend vorsichtig interpretiert werden. 

Kontakt

Direktor:
Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk

Chefsekretariat: 
Beate Jenderka

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Institut für Medizinische Epidemiologie, 
Biometrie und Informatik 
06097 Halle (Saale)

Besucher-/Lieferanschrift:  
Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale)

Telefon:
+49 (0)345  557-3570

Telefax:

+ 49 (0)345  557-3580

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