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Gutartige Knochentumoren und tumorähnliche Erkrankungen

Bei gutartigen Knochentumoren und tumorähnlichen Erkrankungen handelt es sich vereinfacht gesagt um Gewebeansammlungen oder Wucherungen oder zystische Prozesse bei Knochenbildungsstörungen, die aufgrund einer gestörten Zellteilungs- oder Zelldifferenzierungsinformation am falschen Ort oder in vergrößerter Zahl entstehen und das normale Knochengewebe verdrängen können. 

Als Beispiel sei das Enchondrom genannt, bei dem es sich um einen Knorpeltumor, also um eine Ansammlung von Knorpelzellen im Knochen handelt. Knorpelzellen an sich sind keine bösartigen Zellen und kommen im Körper zum Beispiel an den Gelenkflächen vor und erfüllen dort als gut gleitende Kontaktfläche bzw. mechanischer Puffer eine wichtige Funktion. Im Knochen jedoch selbst sind sie nicht erwünscht. Sie können dort das Knochengewebe verdrängen und damit, wenn der Knorpeltumor eine kritische Größe erreicht, die Stabilität des Knochens gefährden. 

Es handelt sich häufig um einen Zufallsbefund, der zum Beispiel im Rahmen der aus anderen Gründen durchgeführten Röntgendiagnostik am Kniegelenk entdeckt wird. 

Manche Enchondrome weisen zentrale Verkalkungen auf, die im Röntgenbild besonders gut sichtbar sind.

Das Enchondrom erfordert in speziellen Situationen, zum Beispiel wenn es stammnah (= nahe am Rumpf)  lokalisiert ist oder eine Größe von 3-4 cm überschreitet eine operative Therapie, die in der Ausräumung des Tumors und Knochenauffüllung (eigener oder Fremdknochen) besteht.  

In allen anderen Situationen ist keine Therapie erforderlich.

Gutartige Tumoren des Muskel- und Skelettsystems zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht zerstörerisch in das umliegende Gewebe einwachsen und keine Absiedelungen (Metastasen, Tochtergeschwülste) in anderen Organen bilden. Damit stellen gutartige Tumoren des Muskel- und Skelettsystems keine Bedrohung für das Leben dar, sie können aber eine Gefährdung der Gesundheit auslösen, wenn zum Beispiel die Stabilität des Knochens beeinträchtigt oder durch die Ausdehnung des gutartigen Tumors Druck auf Blutgefäße und Nerven ausgeübt wird. Knochentumoren, gutartige Tumoren des Muskelskelettsystems können in Einzelfällen auch Schmerzen auslösen. 

 

 

 

Abbildung oben: Röntgen vom rechten Kniegelenk mit Enchondrom des Oberschenkelknochens

 

In aller Regel bedürfen gutartige Knochentumoren aber keiner operativen Therapie und müssen auch nicht weiter beobachtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass der gutartige Knochentumor eindeutig als solcher erkannt wird. 

Das ist zum Beispiel bei Knochentumoren nicht immer einfach, weil sich auf dem Röntgenbild gutartige und bösartige Knochentumoren, insbesondere in Anfangsstadien, nicht immer eindeutig voneinander unterscheiden.

In diesen Fällen kann es erforderlich sein, dass eine Probe von dem Tumor entnommen wird, um durch die feingewebliche Untersuchung eindeutig zu klären, ob eine weiterführende Behandlung erforderlich ist oder nicht. 

Im anderen Fall, wenn die gutartigen Tumoren des Muskel- und Skelettsystems aufgrund ihrer Größenausdehnung und damit bedingten Stabilitätsgefährdung für den Knochen bzw. der Kompression von Blutgefäßen, Nerven und anderen Gewebe eine Gefährdung der Gesundheit darstellen, muss eine operative Entfernung erfolgen. 

Anders als bei bösartigen Tumoren des Muskel- und Skelettsystems, wird keine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt. Allerdings können im Anschluss an die operative Therapie weitere Kontrolluntersuchungen erforderlich sein, weil manche gutartige Tumoren  des Muskel- und Skelettsystems dazu neigen, sich erneut zu bilden. Diese Gefahr ist besonders dann gegeben, wenn nicht alle Zellen restlos entfernt wurden, was manchmal nicht einfach ist, weil man selbstverständlich bestrebt ist, gesundes Gewebe in möglichst hohem Ausmaß zu erhalten und zu schonen und deshalb grundsätzlich bei gutartigen Tumoren keine radikale Operationstechnik anwendet. 


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