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Pränataldiagnostik

In unserer Klinik bieten wir zahlreiche Untersuchungen zum Ausschluss von Verschiedenen Erkrankungen der Schwangerschaft an. Diese Angebote umfassen neben der regulären Diagnostik zahlreiche spezielle Untersuchungen, die bei Anzeichen für seltene Erkrankungen durchgeführt werden. 

Bei der Pränataldiagnostik unterscheidet man zwischen sogenannten invasiven und nichtinvasiven Verfahren. Zu den nichtinvasiven Verfahren zählen die Verfahren, die keine Verletzung des mütterlichen bzw. Kindlichen Organismus nötig machen, also vor allem Ultraschallverfahren. Bei den Invasiven Verfahren werden zur Probeentnahme die Gebärmutter bzw. die Fruchthöhle mit dünnen Nadeln punktiert, was immer ein gewisses Risiko für einen vorzeitigen Blasensprung beinhaltet. Um dieses Risiko zu minimieren verwenden wir in unserer Klinik ultradünne und speziell geschliffene, patentierte 29g Nadeln. 

Kein pränataldiagnostisches Verfahren kann eine Erkrankung des Kindes mit absoluter Sicherheit ausschließen.
Ebenfalls wichtig für die Eltern ist es, sich vor der Untersuchung klar darüber zu sein, welche Konsequenzen sie aus dem Ergebnis einer wahrscheinlichen Fehlbildung ziehen würden.
Wir beraten sie gerne.                                            

Erst-Trimester-Screening (ETS)
Beim Erst-Trimester-Screening werden in der 11.-13. Schwangerschaftswoche Untersuchungen durchgeführt um das Risiko einer genetischen Störung abzuschätzen (z.B. einer Trisomie). Dazu werden Blutwerte kontrolliert und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Das ETS ist kein Test, der eine genetische Störung sicher nachweist oder ausschließt, sondern lediglich Aussagen über das Risiko macht. 
Machen die Ergebnisse eine genetische Störung wahrscheinlich, so können weitere Untersuchungen wie z.B. die  Choriozottenbiopsie veranlasst werden.

 

 

Sonographische Feindiagnostik nach DEGUM II
Liegen bei einer Routineuntersuchung auffällige Befunde vor, so wird meist eine weiterführende Diagnostik veranlasst. Zu diesen gehört die sonographische Feindiagnostik, eine Ultraschalluntersuchung auf hohem Niveau, die mit speziellen Ultraschallgeräten und durch speziell qualifizierte Ärzte (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin Stufe 2) durchgeführt wird. Frauen, die eine sonographische Feindiagnostik wünschen, ohne dass ein Anfangsverdacht auf eine Fehlbildung besteht, müssen die Kosten für die Untersuchung in der Regel selber tragen.

   

fetale Echokardiographie
Mit den entsprechenden hochauflösenden Ultraschallgeräten ist es möglich, das fetale Herz genauer zu beurteilen.

 

 

Doppler-Sonographie
Bei der Doppler-Sonographie wird ein spezielles Verfahren angewandt, um den Blutfluss in den Gefäßen zu untersuchen. In der Geburtshilfe findet diese Technik vor allem Verwendung um die Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta) bzw. des Kindes abzuschätzen.

    

Präeklampsie-Screening
Die Präeklampsie (umgangssprachlich auch Schwangerschaftsvergiftung genannt) stellt eine schwere Erkrankung der Mutter dar, die während der Schwangerschaft und im Wochenbett auftreten kann. Beim Präeklampsie-Screening wird nach Anzeichen und Veränderungen der Laborwerte gesucht, die eine beginnende Präeklampsie begleiten.

 

 

fetale Magnet-Resonanz-Tomographie
Dieses Verfahren findet besonders bei dringendem Verdacht auf fetale Fehlbildungen Anwendung, bei denen im vorgeburtlichen Ultraschall keine abschließende bzw. aussagekräftige Diagnose gestellt werden kann. Es wird mittels Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eine bildliche Darstellung des Kindes im Mutterleib erzeugt. Im Gegensatz zur Computertomographie (CT) basiert die MRT nicht auf Röntgenstrahlung, sondern auf wechselnden Magnetfeldern und ist daher auch bei Schwangeren anwendbar.
Um Störungen des Bildes (Artefakte) durch die Bewegung des Kindes während der Aufnahme zu vermeiden, wird dem Kind vor der Durchführung mittels Nabelschnurpunktion (Cordozentese) ein leichtes Narkosemittel verabreicht.


 

Choriozottenbiopsie
Bei der Choriozottenbiopsie wird der Mutterkuchen durch die Bauchhaut der Mutter punktiert, um fetale Zellen zu gewinnen. Diese Zellen können auf bestimmte genetische Anomalien hin untersucht werden (Kariotypisierung).
Die Choriozottenbiopsie kann ab der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Normalerweise wird die Choriozottenbiopsie durchgeführt, nachdem die Befunde des Ersttrimesterscreenings auffällig waren oder wenn bei den Eltern Erbkrankheiten bekannt sind.

    

Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)
Die Amnionzentese kann ab der 15. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle die Fruchtblase punktiert und eine kleine Menge Fruchtwasser gewonnen. In diesem Fruchtwasser befinden sich kindliche Zellen, die genetisch untersucht werden können. Die möglichen Untersuchungen sind die selben wie bei der Choriozottenbiopsie.

    

Cordozentese (Nabelschnurpunktion)
Bei der Cordozentese wird unter Ultraschallkontrolle die Nabelschnur des Feten punktiert und so direkt kindliches Blut gewonnen. Neben der genetischen Analyse können durch dieses Verfahren auch die Blutwerte des Kindes bestimmt werden (z.B. bei kindlicher Blutarmut) und es können dem Kind Medikamente und Bluttransfusionen verabreicht werden. (siehe dazu auch den Artikel Fetalchirurgie)

 

 

Kontaktdaten

Direktor:                                                                                                                 Univ.-Prof. Dr. med. Michael Tchirikov

Hausanschrift:
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin
Zentrum für Fetalchirurgie
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)

Sekretariat:
Claudia Heinrich
Telefon: (0345) 557-3250
Telefax: (0345) 557-3251

Kathrin Reinsdorf
Telefon: (0345) 557-3245
Telefax: (0345) 557-3251

Dokumentationsbüro
Vera Gastel
Telefon: (0345) 557-2324
Telefax: (0345) 557-2448

Belegungsmanagement:
Mirjam Klemm
Telefon: (0345) 557-5541
Telefax: (0345) 557-3029
               (0345) 557-905541

Kreißsaal:
Telefon: (0345) 557-2454 
Telefax: (0345) 557-2450

Pränataldiagnostik 
/Schwangerenspezialambulanz:
Telefon: (0345) 557-2126

Schwangerenstation 
(präpartale Station)
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Wochenstation
(postpartale Station)
Telefon: (0345) 557-2512
               (0345) 557-2515