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Patient Reported Outcomes in der Behandlung onkologischer Patienten – Eine multizentrische Vorstudie zur Auswahl geeigneter Erhebungsinstrumente, PRO-ONKO

Kurztitel 

PRO-ONKO

Förderung

Wilhelm-Roux-Programm FKZ: 26/15

Förderzeitraum

  • 03/2013-05/2014

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe:

Projektleitung 

Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Zusammenfassung 

 

Hintergrund: Onkologische Patienten leiden unter zahlreichen krankheits- und therapiebedingten Symptomen und Einschränkungen ihrer Funktionalität. Die Erfassung patientenberichteter Symptome und Funktionseinschränkungen (Patient Reported Outcomes, PRO) im gesamten Therapieverlauf ist notwendig, um bedarfsgerechte Supportivmaßnahmen einzuleiten und eine optimale Therapiesteuerung über den Krankheitsverlauf zu gewährleisten. Im Versorgungsalltag wird jedoch meist keine systematische erweiterte Erfassung von patientenberichteten Symptomen und Funktionseinschränkungen durchgeführt, obwohl zahlreiche validierte Instrumente zur Verfügung stehen.

Zielstellung: Ziel des Vorhabens ist daher, aus Sicht der an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen und der onkologischen Patienten aus verfügbaren Instrumenten einen Itempool zu erstellen, der PRO für die klinische Entscheidungsfindung effektiv nutzbar macht.

Methoden: Qualitative, multizentrische Untersuchung mit Querschnittsdesign in zwei Studienabschnitten unter Beteiligung von Ärzten (Chirurgie, Innere Medizin, Strahlentherapie), onkologischen Fachpflegekräften sowie Mitarbeitern des psychosozialen Dienstes (Psychoonkologen, Sozialarbeiter) und Patienten mit unterschiedlichen Tumordiagnosen in stationärer oder ambulanter Behandlung.

Im ersten Studienabschnitt wurden im Rahmen interdisziplinärer Fokusgruppen Empfehlungen für Instrumente zur Erhebung von PRO erarbeitet, die sich an den speziellen Anforderungen der teilnehmenden Kliniken orientierten. Diese Instrumente wurden im zweiten Studienabschnitt von Patienten ausgefüllt und bewertet. Die patientenberichteten Angaben (PRO) wurden mit der Routinedokumentation abgeglichen und von Pflegenden und Ärzten auf ihren potentiellen Nutzen für die Anwendbarkeit im klinischen Alltag geprüft.

Ergebnisse: Die ausgewählten Instrumente wurden auch in der elektronischen Version von den Patienten gut angenommen und positiv beurteilt. Auch die Behandelnden beurteilten übereinstimmend die Inhalte der ausgewählten Instrumente wie Symptome und Funktionseinschränkungen als bedeutsam für die Betreuung der Patienten. Da diese Inhalte in der ärztlichen und pflegerischen Routinedokumentation auf unterschiedliche Art und in unterschiedlichem Umfang erfasst und berücksichtigt werden, ergibt sich weiterer Forschungsbedarf bezüglich einheitlicher Umsetzung und Einbindung von PRO Assessments in die klinischen Abläufe, um den Nutzen auf Patientenebene für die Behandlungsplanung und eine klinikübergreifende Verlaufsdokumentation beurteilen zu können. 

Partner: 

Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg: 

  • Co-Investigator: PD Dr. med. Karin Jordan, Leitende Oberärztin, Universitätsklinik für Innere Medizin IV, (Hämatologie und Onkologie) Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Co-Investigator: Prof. Dr. med. Hans Joachim Schmoll, Direktor, Universitätsklinik für Innere Medizin IV, (Hämatologie und Onkologie) Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Co-Investigator: Prof. Dr. med. Dirk Vordermark, Direktor, Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Co-Investigator: Dr. rer. medic. Patrick Jahn (Dipl. PGW), Leiter Pflegeforschung und Entwicklung, Universitätsklinikum Halle 
  • Susann Krasemann (Dipl.-Pflegewirtin FH), Pflegedirektorin, Universitätsklinikum Halle
  • SAKG, Sachsen Anhaltische Krebsgesellschaft
  • APO, Arbeitskreis der Pflegenden in der Onkologie der SAKG

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: 

  • Co-Investigator: Prof. Dr. med. Henning Flechtner, Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Kinder- und Jugendalters, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Co-Investigator: Dipl. Psych. Michael Köhler, Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Co-Investigator: Prof. Dr. med. Thomas Fischer, Direktor der Klinik für Hämatologie / Onkologie, Universitätsklinikum Magdeburg, Zentrum für Innere Medizin
  • Dagmar Halangk (Dipl. Krankenschwester), Pflegedirektorin, Universitätsklinikum, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 

Sangerhausen:

  •  Chefarzt Dr. med. Klinge Chirurgie, Helios Klinik GmbH, Sangerhausen 

Kooperation mit ausländischen Partnern

  • Univ. Doz. Dr. Bernhard Holzner (A)

Elektronische Datenerfassung:

  • Dr. med. Jörg-Michael Sigle, Bern