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"Handlungsempfehlung im Kitteltaschenformat"

 

Handlungsempfehlung

Die operative orthopädische Versorgung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen ist anspruchsvoll und erfordert eine enge Absprache zwischen Rheumatologen und Orthopäden bereits in der Indikationsstellung zur Operation. Insbesondere muss für jeden Einzelfall die prä- und perioperative Medikation mit Glukokortikoiden, Basistherapeutika und Biologika frühzeitig überdacht und geplant werden, da diese Präparate zu Wundheilungsstörungen und Wundinfektionen führen können. Andererseits hat ein frühzeitiges und rigoroses Absetzen der antirheumatischen Therapie eine Zunahme der Krankheitsaktivität zur Folge, die wiederum ebenfalls das Risiko von Wundheilungsstörungen deutlich erhöht.

Leider gibt es bis jetzt keine allgemein gültigen Behandlungsempfehlungen zur perioperativen medikamentösen antirheumatischen Behandlung. Um dennoch Handlungsempfehlungen zum Erreichen bestmöglicher postoperativer Ergebnisse aussprechen zu können, wurde die vorhandene wissenschaftliche Literatur gesichtet und ausgewertet. Zusammen mit den niedergelassenen Kollegen des Rheumazentrums Halle wurden auf dieser Grundlage Konsensempfehlungen ausgearbeitet, die in der Erstellung einer praktisch umsetzbaren Handlungsrichtlinie mündeten, die aktuell den Standard in der perioperativen medikamentösen Behandlung von Rheumapatienten am Universitätsklinikum Halle darstellt.

Sämtliche Empfehlungen basieren bis jetzt auf empirischen Daten, pathophysiologischen Erwägungen und Expertenmeinungen. Änderungen und Modifikationen sind mit fortschreitendem Erkenntnisgewinn in Zukunft nicht unwahrscheinlich. Dennoch möchten wir an dieser Stelle unsere aktuell gültige  Handlungsempfehlung gerne allen interessierten Kollegen zur Verfügung stellen.