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Klinische Obduktionen

Am Institut für Pathologie werden Obduktionen an Verstorbenen allen Alters durchgeführt.

Vorwiegend handelt es sich um sogenannte klinische Obduktionen, bei denen die Aufklärung des Krankheitsprozesses und der Todesursache eines in der Klinik verstorbenen Patienten im Vordergrund stehen. 
Voraussetzung für die Durchführung ist das dokumentierte Einverständnis der Angehörigen.

Besondere Kenntnis physiologischer und pathologischer Entwicklungsvorgänge, spezifischer Fehlbildungssyndrome und kindlicher Krankheitsbilder ist bei autoptischen Untersuchungen von Feten, Neugeborener und Säuglingen unabdingbar.

Weitere Obduktionsformen

Versicherungssektionen werden zur Klärung von Gutachtens- oder Versorgungstatbeständen (z. B. Unfallversicherung, Berufsgenossenschaft) durchgeführt. Meist werden hier eventuelle Leistungen von der Durchführung und dem Ergebnis einer Obduktion abhängig gemacht.

Die sogenannten Privatobduktionen werden, meist auf Wunsch der Angehörigen, bei zu Hause Verstorbenen durchgeführt.

Bei Verdacht auf eine meldepflichtig ansteckende Erkrankung kann die Obduktion nach dem Seuchengesetz durchgeführt werden. Hierfür ist ein Einverständnis nicht erforderlich.

Obduktionen, die der Aufklärung einer möglichen Straftat dienen, werden auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durch das Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Hierfür ist keine Zustimmung der Angehörigen notwendig.

Sollte nach Prüfung einer auf dem Totenschein angegebenen nichtnatürlichen oder nicht aufgeklärten Todesart eine Freigabe durch die Staatsanwaltschaft erteilt werden, darf bei entsprechendem Wunsch der Klinik, der Berufsgenossenschaft oder der Angehörigen auch eine Obduktion durch das Institut für Pathologie erfolgen.