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Botox

Das Nervengift Botulinumtoxin, landläufig als Mittel zur Faltenglättung bekannt, wird in der Medizin vielfältig therapeutisch eingesetzt. In der Urologie erhielt Botulinumtoxin Typ A zunächst die Zulassung zur Behandlung der sogenannten neurogenen Blase, also einer massiven Funktionsstörungen der Harnblase infolge neurogener Ursachen wie Multipler Sklerose und Rückenmarksverletzungen. 2013 folgte die Zulassung zur Behandlung der idiopathisch überaktiven Blase bei erwachsenen Patienten, sofern bei ihnen alle konservativen Therapiemöglichkeiten ohne Erfolg blieben. Das Syndrom der überaktiven Blase ist weit verbreitet und kann die Lebensqualität der Betroffenen durch überfallartigen Harndrang sowie häufiges, auch nächtliches Wasserlassen stark einschränken.

Nach medizinischer Indikation injizieren wir Botulinumtoxin Typ A unter örtlicher Betäubung oder Maskennarkose direkt in die Harnblasenwand. Dadurch kommt es zu einer partiellen Lähmung der Blasenmuskulatur, was den Druck in der Blase verringert und die belastenden Symptome reduziert oder ganz unterbindet. Neben der guten Wirksamkeit ist für Patienten besonders die lange Wirkungsdauer einer Injektion vorteilhaft, die bei einem halben Jahr und länger liegen kann.

Die Behandlung der neurogenen Blase erfolgt bei uns stationär, die der idiopathisch überaktiven Blase nach Beantragung bei der gesetzlichen Krankenkasse ambulant.