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Suche nach genetischen Risikofaktoren für Schizophrenie

Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien konnten zeigen, dass es eine genetische Komponente in der Ätiologie der Schizophrenie gibt. Das Erkrankungsrisiko nimmt exponentiell mit der genetischen Verwandtschaft an einer Schizophrenie zu erkranken zu.

Im Vergleich zu einem Risiko von 1% für Schizophrenie in der Allgemeinbevölkerung, haben Verwandte dritten Grades ein Risiko von ca. 2%. Das Risiko steigt bei Verwandten 1. Grades auf bis zu 9% an. Die Konkordanzrate bei monozygoten (MZ) Zwillingen beträgt etwa 50%.

Adoptionsstudien konnten zeigen, dass die familiäre Häufung nicht das Ergebnis von gemeinsamen Umweltfaktoren ist. Dafür spricht, dass Personen, die von Familien mit einer erkrankten Person adoptiert wurden, nicht unter einem gesteigerten Risiko der Schizophrenieentwicklung litten, hingegen die Existenz eines biologischen Verwandten mit Schizophrenie zu einem gesteigerten Risiko bei den Adoptierten führte.

Der relative Einfluss von genetischen Faktoren für die Ätiologie der Schizophrenie wird auf etwa 80% geschätzt. Das Vererbungsmuster ist komplex und folgt nicht den Mendelschen Vererbungsregeln. Es liegt vermutlich ein gemeinsames Zusammenwirken mehrerer Gene vor.