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FrühStart - Professionell gesteuerte Frühe Hilfen für Kinder und Familien in Sachsen-Anhalt

Kurztitel

  • FrühStart

Zeitraum

  • 09/2007 - 10/2009

Leitung

Mitarbeiter

Partner

  • Nationales Zentrum "Frühe Hilfen" des BMFSFJ 
  • Landesministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt 
  • Landeshebammenverband Sachsen-Anhalt e.V. 
  • Familienhebammen des Landes Sachsen-Anhalt 
  • Fachbereich Kinder, Jugend und Familie (Halle/Saale) 
  • Bundesweite Modellprojekte des Nationalen Zentrums "Frühe Hilfen" 

Förderung

  • BZgA, Köln 

Zusammenfassung

Hintergrund 

Das Projekt hat zum Ziel, die Wirksamkeit der seit dem Jahr 2006 in Sachsen-Anhalt qualifizierten Familienhebammen und deren Einbettung in vorhandene Versorgungsstrukturen zu untersuchen. Es bewertet nicht nur Leistungen der Familienhebammen für Frauen/Familien mit gesundheitlichen und psychosozialen Risikofaktoren, sondern analysiert auch die Zugänge, Schnittstellen und Überleitungen von und zu weiteren Akteuren des regionalen Gesundheits- und Sozialbereichs. Die Qualität der Versorgung und Unterstützung der Zielgruppe wird im Zeitverlauf von der Schwangerschaft bis zum Ende des dritten Lebensjahrs des Kindes erfasst. 

Methode 

Zur methodischen Herangehensweise zählen sowohl teilstandardisierte Messinstrumente und Dokumentationsbögen als auch Experteninterviews, in denen mit Hilfe von Fallvignetten (aus Praxisbeispielen erstellte Szenarien) typische Klientenpfade evaluiert und entwickelt werden. Zudem werden leitfadengestützte Interviews zur Ermittlung der subjektiven Perspektive der Klientinnen auf das Hilfenetz und teilstandardisierte Telefoninterviews mit Klientinnen zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Unterstützung und ihres Empowerments zur Selbsthilfe durchgeführt. Insbesondere stehen die Netzwerkkommunikation sowie die Eruierung von Zugangs- bzw. Überleitungsbarrieren oder Bruchstellen im Zentrum des Projektinteresses. 

Stichproben

  • Verlaufsdokumentationen von über 700 betreuten Frauen/Familien & deren Kinder;
  • 10 theoriegeleitet ausgewählte Klientinnen (teilstandardisierte Befragung);
  • 30 leitfadengestützte Experteninterviews zu verschiedenen Fallvignetten in drei regionalen Settings ( Fall-Kontroll-Vergleich);
  • 40 teilstandardisierte Telefoninterviews mit Klientinnen

Messgrößen und angestrebte Ergebnisse 

Darstellung des Einflusses der Familienhebammen auf die Situation der Familie/des Kindes, z.B. sichtbar in: 

  • Inanspruchnahme von Hilfsangeboten und Allgemeine Selbstwirksamkeit (Selbsteinschätzung der Frauen);
  • Inanspruchnahme von Präventionsmaßnahmen (U-Untersuchungen, Impfungen);
  • Inobhutnahmen des Kindes/der Kinder infolge einer Kindeswohl-gefährdung;
  • Mütterliche Elternkontroll- und -kompetenzeinschätzung 
  • Akzeptanz und Bewertung der Familienhebammen durch die Frauen im Verlauf der Betreuung 
  • Darstellung der regionalen Einbettung und Vernetzung der Familien-hebammen und anderer Akteure im Hilfesystem: 
    • Fallvignetten (Szenarien) zur Veranschaulichung des Netzwerks; 
    • Regional und situativ adaptierbare Klientenpfade für eine schnelle Entscheidungsfindung; 
    • Darstellung der Versorgungsstruktur verschiedener Regionen (Fall-Kontroll-Vergleich) 

Pressemitteilung:
Familienhebammen werden positiv beurteilt 

Publikationen

  • Ayerle, G. M., Luderer, C.  Behrens, J. (2010) Modellprojekt FrühStart - Evaluation der Familienhebammen in Sachsen-Anhalt: Vernetzung, Sichtweise der Klientinnen und Verankerung im Netzwerk Früher Hilfen. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 53, 1158-1165 ISSN: 1436-9990
  • Ayerle, G. M., Luderer, C. & Behrens, J. (2010). FrühStart: Mütterliche Kompetenzen und Selbstwirksamkeitserleben. In Renner, I., Sann, A. & Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.), Forschung und Praxisentwicklung Früher Hilfen: Modellprojekte begleitet vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen. Köln: BZgA.
  • Luderer, C., Ayerle, G. M. & Behrens, J. (2010). FrühStart: Exemplarische Klientinnenpfade und Bruchstellen im System Frühe Hilfen. In Renner, I., Sann, A. & Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.), Forschung und Praxisentwicklung Früher Hilfen: Modellprojekte begleitet vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen. Köln: BZgA.
  • Ayerle, G. M. (2009). Prädikat Familienhebamme. Hebammenforum, 7, 529-535
  • Ayerle, G. M., Nitschke, M., Behrens, J. & Luderer, C. (2009). "FrühStart" - Die Betreuung hoch belasteter Familien durch Familienhebammen in Sachsen-Anhalt. In Frühe Hilfen interdisziplinär gestalten: Zum Stand des Aufbaus Früher Hilfen in Deutschland. Dokumentation der Fachtagung in Kooperation mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V. vom 19.-21. November in Berlin (pp. 185-193). Berlin: Deutsches Institut für Urbanistik.
  • Luderer, C., Ayerle, G. M., & Behrens, J. (2009). Frühe Hilfen für Kinder in Familien mit multiplen psychosozialen Belastungen: Aufsuchende Hilfe durch Familienhebammen und interdisziplinäre Vernetzung im regionalen Hilfesystem. In M. Schulte-Markwort (Hrsg.), Psychosomatik Kinder- und Jugendpsychiatrie als interdisziplinäres Fach. XXXI. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (S. 275-276). Hamburg, 4.-7. März 2009. Abstracts. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. 
  • Ayerle, G. M., Luderer, C. & Behrens, J. (2009). Die Begleitung von Familien mit besonderen Belastungen durch Familienhebammen: Das Spektrum gesundheitsfördernder Leistungen und die Perspektive der Nutzerinnen. Hallesche Beiträge zu den Gesundheits- und Pflegewissenschaften, 8(1), 6-25. URL: media/HalBeitr/ Halle-PfleGe-08-01.pdf 
  • Ayerle, G. M. & Sadowski, K. (2008). Continuous health promoting care for vulnerable families by qualified 'family midwives' in Saxony-Anhalt. International Confederation of Midwives 28th Triennial Congress. Abstracts (CD-ROM), Amsterdam: Elsevier. 
  • Sadowski, K. & Ayerle, G. M. (2008). Evaluation des Projekts "Familienhebammen im Land Sachsen-Anhalt: Aufsuchende Familienhilfe durch qualifizierte Hebammen mit erweitertem Tätigkeitsfeld [Bericht für den Landeshebammenverband e.V.] 
  • Behrens, J., Ayerle, G. M., Höhne, A., Luderer, C. & Sadowski, K. (2007). FrühStart: Professionell gesteuerte Frühwarnsysteme für Kinder und Familien in Sachsen-Anhalt. Empowerment-Kongress. Magdeburg (Poster). 

Vorträge

  • ‚FrühStart – Familienhebammen in Sachsen-Anhalt'. Fachtagung des BMFSFJ und DGStB "Wirksamer Kinderschutz – Herausforderung(en) für die Kommunen", Berlin 2009 
  • ‚Continuous health promoting care for vulnerable families by qualified 'family midwives' in Saxony-Anhalt'. International Confederation of Midwives' 28th Triennial Congress, Glasgow 2008 
  • ‚Gesundheitsförderung durch Familienhebammen im Land Sachsen-Anhalt', XI. Hebammenkongress, Leipzig 2007 
  • ‚Familienhebammen im Land Sachsen-Anhalt: Aufsuchende Familienhilfe durch qualifizierte Hebammen mit erweitertem Tätigkeitsfeld’, 12. Bundesweiter Kongress Armut und Gesundheit"Prävention für Gesunde Lebenswelten – ‚Soziales Kapital’ als Investition in Gesundheit", Berlin 2006