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Ernährungsgruppe und therapeutisches Kochen

Falsche Ernährung und Gewichtsprobleme sind in der heutigen Gesellschaft ein vielbeklagtes Problem, aus dem vielfältige sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck, aber auch psychische Störungen resultieren können.

Da die Einnahme von Psychopharmaka darüber hinaus häufig mit einer Gewichtszunahme und einer Veränderung des Stoffwechsels einhergeht und dies bedeutsam das Wohlbefinden und die Motivation zur Einnahme von Psychopharmaka der Betroffenen beeinflusst, sehen wir uns in besonderer Verantwortung, uns diesem Thema mit unseren Patienten zu widmen.

Hierfür bedienen wir uns eines Ansatzes aus den vier Säulen Bewegung, Essen, Trinken und Genuss. Bereits im stationären Setting bieten wir ein umfangreiches und multimodales Ernährungsprogramm an. Dieses besteht zum einen aus wöchentlichen Gruppensitzungen, in denen eine grundlegende Ernährungsberatung und Wissensvermittlung stattfindet. Zudem findet ebenfalls wöchentlich ein zusätzliches Sportprogramm statt, im Rahmen dessen Übungen für die häusliche Umsetzung erprobt werden und dadurch regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivitäten in den Alltag integriert werden können.

Um das theoretische Wissen auch in der Praxis zu erproben, findet zudem alle 14 Tage ein therapeutisches Kochen statt. Dies beinhaltet zunächt das gemeinsame Aussuchen eines Rezeptes, welches den Ansprüchen einer ausgewogenen Ernährung entspricht und zudem im Alltag für jeden Einzelnen umsetzbar ist. Anschließend wird in einer Patientengruppe von 3-4 Personen gemeinsam gekocht und schließlich mit der gesamten Gruppe gespeist. Hinterher werden die Kocherfahrungen ausgetauscht. 

Durch diese Interventionen wird bereits im stationären Umfeld die Sensibilität für eine bewusstere Lebensweise geweckt. Bei schwerer betroffenen Patienten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, diese Interventionen im Rahmen der Balancegruppe in unserer Psychiatrischen Institutsambulanz fortzuführen.