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Fragen zum Zugang bitte per E-Mail an martin.kuntzschmedizin.uni-hallede

Der dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) wurde im Frühjahr und Herbst 2020 in abgewandelter Form gemäß der „Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen
Lage von nationaler Tragweite“ durchgeführt. Die eintägige Prüfung fand im Dorothea Erxleben Lernzentrum (DELH)  an standardisierten Simulationspersonen statt. Alle Prüfungsteilnehmer wurden im Gegensatz zu den
Vorjahren einzeln in Innerer Medizin, Chirurgie und ihrem Wahlfach des Praktischen Jahres geprüft, das 4. Fach entfiel.
Aktuell wird diskutiert ob und wie die Prüfung an Simulationpatienten fortgeführt werden kann. Dazu finden Sie in Kürze mehr Inforamtionen an dieser Stelle.

OSCE steht für objective structured clinical examination.

 

Aktuell werden das 5., das 7. sowie das 9. Semester Humanmedizin mittels OSCE geprüft. Die Einteilung erfolgt über das Studiendekanat. 

 

Der OSCE für das 5. Semester geht zu 20% in den Schein Innere Medizin 1 ein. Prüfungsinhalt sind der Untersuchungskurs und die SkillsLab-Stationen des 5. Semesters. 

Der OSCE für das 7. Semester ist die Prüfung für den Schein Blockpraktikum Chirurgie. Prüfungsinhalt sind der Blockpraktikum Chirurgie, die SkillsLab Stationen des 6. und 7. Semesters sowie das Hygienepraktikum im SkillsLab. 

Der OSCE für das 9. Semester ist eine Teilleistung für den Schein Notfallmedizin. Prüfungsinhalt sind die SkillsLab Stationen des 8. und 9. Semesters. 

Weitere Informationen finden Sie im StudIP auf den Seiten des jeweiligen Semesters.

Das Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt hat festgelegt, dass ab dem 01. Januar 2015 für die Berufsausübung im Sinne des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 BÄO Kenntnisse der deutschen Sprache vorhanden sein müssen, die für eine umfassende ärztliche Tätigkeit erforderlich sind. Diese sind auf der Grundlage eines Zertifikats GER-B2 und einem zusätzlichen Nachweis der Fachsprachenkenntnisse, orientiert auf dem Niveau C1, nachzuweisen.
Die dafür erforderliche Fachsprachenprüfung (Deutsch-Sprachtest für ausländische Ärztinnen und Ärzte) wird durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt abgenommen. Die Prüfungen finden an der MLU Halle, Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle, SkillsLab, Magdeburger Straße 12, 06112 Halle/Saale, statt. 

Weitere Informationen zur Anmeldung und Ablauf der Prüfung finden Sie auf den Seiten der Landesärztekammer: 

https://www.aeksa.de/www/website/PublicNavigation/arzt/mitgliedschaft/sprachtest/

 

Die Prüfung besteht aus 4 Teilabschnitten. Diese beinhalten :

1. Arzt-Patienten- Gespräch

Sie führen mit dem Patienten ein Anamnesegespräch durch. Die Rolle des Patienten übernimmt ein Schauspieler, der Ihnen vorgegebene Informationen über seinen Gesundheitszustand vermitteln wird.
Für die Anamneseerhebung stellen wir Ihnen einen vorgedruckten Anamnesebogen zur Verfügung. Dieser dient für Ihre Notizen und wird nicht als Prüfungsdokument bewertet. Für das Anamnesegespräch haben Sie 15 Minuten Zeit. Im Anschluss erläutern Sie dem Patienten die geplante Diagnostik und/ oder Therapie. Diesbezüglich erhalten sie 10 Minuten vor Ihrem Prüfungsbeginn genauere Informationen entsprechend dem jeweiligen Prüfungsfall. 

Bitte beachten Sie, dass der Patient nicht mit medizinischen Fachausdrücken vertraut ist. Erläutern Sie ihm bitte alle anstehenden Maßnahmen und beantworten Sie Rückfragen. Erklären Sie alles so verständlich wie möglich. 

Hierfür haben sie maximal 5 Minuten Zeit.

2. Dokumente (Anforderungen, Patientenakte, Telefonat, Vokabelliste)

Im zweiten Teil der Prüfung erhalten Sie zunächst einen medizinischen Anforderungsbogen, der vollständig auszufüllen ist. 
Danach bekommen Sie in Form einer Akte, die einen Arztbrief, Befunde aus CT, Röntgen, Ultraschall, Endoskopie und Laborbefunde enthalten kann, weitere Informationen zu Ihrem Patienten. 
Außerdem wird Ihnen ein Kollege/-in Angaben zum Patienten machen (Film). 
Das Labor wird Sie telefonisch kontaktieren, um Ihnen Laborwerte eines anderen Patienten mitzuteilen, die Sie später mit Namen und Geburtsdatum korrekt widergeben müssen.
Am Ende des Prüfungsteils erhalten Sie eine Vokabelliste mit Fachtermini, die Sie für einen Patienten verständlich übersetzen sollen. Bei dieser Aufgabe müssen Sie auch Ortsangaben (z.B. "unterhalb des rechten Kniegelenks") verstehen und auf einem Schema markieren. 

Für diesen Prüfungsteil stehen Ihnen 40 Minuten zur Verfügung. 

3. Epikrise 

Der dritte Prüfungsteil dient dem Verfassen einer Epikrise. Mit Hilfe der Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen, müssen Sie diese am Computer verschriftlichen. Dabei soll auf die aktuellen Beschwerden, die durchgeführten Untersuchungen und die daraus resultierenden Befundergebnisse eingegangen werden.
Hierbei ist besonders auf die Grammatik, die Orthographie und den Ausdruck zu achten. Es müssen ganze Sätze und Nebensätze geschrieben, sowie verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwendet werden. Ein Rechtschreibprogramm steht NICHT zur Verfügung. Sie dürfen jedoch das Ihnen bereit gestellte medizinische Wörterbuch in diesem Prüfungsteil verwenden. 

Für diesen Prüfungsteil stehen Ihnen 20 Minuten zur Verfügung. 

4. Arzt-Arzt-Gespräch

Im vierten Prüfungsteil stellen Sie Ihren Patienten den anwesenden Prüfern vor. In diesem Gespräch können Sie medizinische Fachtermini benutzen. Bitte fassen Sie die aktuellen Befunde und den Arztbrief aus der Akte, die Informationen des Kollegen (Film) und den Anruf aus dem Labor kurz zusammen. 

Nach der Patientenvorstellung können die beiden Ärzte (Prüfer) Fragen an Sie richten.

 

Hilfsmittel während der Prüfung

Bei Prüfungsbeginn erhält jeder Prüfling die Vordrucke für die Anamnese sowie einen Stift und Papier für Notizen. Die Notizen fließen nicht in die Bewertung der Prüfung ein. 

Weitere Hilfsmittel (medizinische Nachschlagewerke) werden gestellt. Während der Prüfung ist die Kontaktaufnahme zu Dritten, sowie die Nutzung weiterer Hilfsmittel (Bücher, Fachartikel, Internet) untersagt. 


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Absolvierung der Prüfung!

Gemeinsam mit Prüfern der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg werden seit 2014 Kenntnisprüfungen für Nicht-EU-Ausländer, die eine Approbation in Sachsen-Anhalt beantragen wollen durchgeführt. 

Die Approbation und die Zulassung zur Prüfung erfolgt über das Landesprüfungsamt Medizin: 

www.lvwa.sachsen-anhalt.de

 

Im Folgenden ist kurz der Ablauf der mündlich–praktischen Kenntnisprüfung an der MLU Halle im DELH beschrieben.

Vor Beginn der eigentlichen Prüfung führen Sie ein Anamnesegespräch mit einem Schauspielpatienten/einer Schauspielpatientin. Für dieses Gespräch haben Sie 30 Minuten Zeit, - diese Zeit dürfen Sie sich auch nehmen, wenn es sich offensichtlich um eine Notfallsituation handelt. Dafür liegt Ihnen ein Standardanamnesebogen vor, den Sie für Notizen nutzen können. Eine körperliche Untersuchung ist zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen!

Nach Ende des Gesprächs füllen Sie bitte einen zweiseitigen Anforderungsbogen (Labor, ggf. Röntgen etc.) aus und geben diesen dem anwesenden Prüfer. Für das Ausfüllen des Bogens haben Sie 10 Minuten Zeit. 

Im Anschluss erhalten Sie die Akte des Patienten, der Sie weitere Informationen (z.B. Laborbefund) entnehmen können.

Für das Anfertigen des Arztberichts, der neben einer Anamnese auch die Diagnose(n), Prognose, einen Behandlungs-/Therapieplan sowie eine Epikrise enthalten soll, stehen Ihnen im Anschluss weitere 45 Minuten zur Verfügung. Nutzen Sie zur Dokumentation den Ihnen vorliegenden Patientenbericht, der von Ihnen nach Fertigstellung auf der ersten Seite zu unterschreiben ist und ebefalls in die Bewertung eingeht. Dabei stehen Ihnen als Hilfsmittel ausschließlich die ausliegenden Bücher (Rote Liste, Pschyrembel) zur Verfügung. Eine Nutzung weiterer Ressourcen (Internet, Telefonate, Chats, weitere Bücher, etc.) ist nicht erlaubt. 

Das Prüfungsgespräch findet im Anschluss als Gruppenprüfung statt. Bei der Vorstellung und körperlichen Untersuchung der Schauspielpatienten ist allerdings nur ein Prüfling gleichzeitig im Raum. Ferner müssen Sie einen Patienten über eine der in Anhang 1 aufgeführten Operationen oder diagnostische Maßnahmen aufklären (hier entscheidet das Los).

Neben Untersuchungstechniken werden Sie auch in den ärztlichen Fertigkeiten getestet, ein EKG und ein Röntgenbild zu befunden. Im weiteren Verlauf wird Ihr Faktenwissen anhand von Fallvignetten überprüft. Am Prüfungsende erfolgt eine praktische Prüfung. Eine Liste mit den praktischen Prüfungsthemen finden Sie im Anhang. Bitte beachten Sie dabei das Gültigkeitsdatum der Liste, da die Prüfungsthemen variieren. Die Liste bezieht sich ausschließlich auf die praktischen Prüfungsthemen, EKG, Röntgenthoraxbefundung und gängige Techniken der körperlichen Untersuchung werden dabei nicht explizit aufgeführt! (auch hier entscheidet das Los über das genaue Thema)

Für die Prüfung wünschen wir Ihnen viel Erfolg!