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Entzündungen der Wirbelsäule – Spondylodiszitis

Als Spondylodiszitis wird die Entzündung im Bereich der Wirbelkörperendplatten mit Übergreifen auf die Bandscheibe bezeichnet. Die Spondylitis ist eine Entzündung im Wirbelkörper. Die alleinige Diszitis kann nach operativen Eingriffen an der Bandscheibe auftreten.

 

Ursache:

Häufig gehen der Spondylodiszitis/Spondylitis bakterielle Infekte voraus (Erkrankungen des Bauchraumes, chronische Kieferabszesse u.a.). Als begünstigende Faktoren gelten Diabetes mellitus, Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoidarthritis, eine geschwächte Abwehrlage bei schwerer Grunderkrankung, aber auch Alkoholmißbrauch.

Ca. 3 % aller eitrigen Knochenerkrankungen werden im Bereiche der Wirbelsäule diagnosiziert. Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus, in letzter Zeit ist die Tuberkulose wieder häufiger zu finden. 

 

Symptomatik:

Die Patienten klagen über dumpfe, meist nächtliche Rückenschmerzen, Fieber, Gewichtsabnahme und ein allgemeines Schwächegefühl mit Leistungsabfall. Bei einer Abszeßausbreitung im Wirbelkanal können auch Schädigungen der Nerven mit Gefühlstörungen und Lähmungen auftreten.

 

Diagnostik: 

Nach der Röntgenaufnahme, auf welcher im Frühstadium meist wenig zu erkennen ist, kommt der Labordiagnostik (Entzündungsparameter) eine große Bedeutung zu. Bei Verdacht auf eine Spondylodiszitis wird die endgültige Diagnose meist im Magnetresonanztomogramm (MRT) bzw. in der Szintigrafie gestellt.

 

Therapie:

Neben der Ruhigstellung der Wirbelsäule steht die antibiotische Behandlung als konservative Therapieoptionen im Vordergrund. Ein Erregernachweis muß unbedingt angestrebt werden um eine zielgerichtete Antibiotikatherapie zu ermöglichen. Der Keimnachweis gelingt  häufig im Blut (Blutkultur) oder wenn der infizierte Wirbel direkt punktiert wird (Biopsie).Bei der konservativen Therapie erfolgt über mehrere Wochen eine Antibiotikatherapie, bis klinisch und paraklinisch die Entzündung ausgeheilt ist.

Bei segmetalen Instabilitäten, neurologischen Ausfallerscheinungen, und Destruktionen der befallen Wirbelkörper und daraus resultierender Deformitäten erfolgt die operative Stabilisierung mit  Ausräumung von Abszessen im Spinalkanal oder Bauchraum.

Dabei werden teilweise auch die befallenen Wirbelkörper durch entsprechende Implantate in Kombination mit einer Stabilisierung über ein Schrauben-Stab-System ersetzt.

Nach der Operation muss die Antibiose über mehrere Wochen fortgesetzt werden und durch regelmäßige Laborkontrollen kontrolliert werden.

 

 

Abb. 1: Spondylodiszitis BWK 12 mit Destruktion (links) und ventrale Spondylodese mit Wirbelkörperersatz (rechts)