Handreichung Partizipative Forschung in den Rehabilitationswissenschaften (PaFoRe)

 

Projektleitung:        Prof. Dr. Thorsten Meyer

Mitarbeiter:             Kathrin Egbringhoff

Laufzeit:                   01.09.2022 - 31.08.2023 (12 Monate)

Förderer:                  Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften Nordrhein-Westfalen e.V.

Soziale Arbeit in der beruflichen Rehabilitation - Umgang mit Bedarfen der sozialen Sicherung, sozialen Unterstützung und persönlichen Entwicklung von Rehabilitand*innen (SABER)

Projektleitung:        Prof. Dr. Thorsten Meyer

Mitarbeiterinnen:         Nadja Scheiblich, Tobias Knoop, Lea Fullert (Wissenschaftliche Hilfskraft)

Kooperationspartner: 

Alexander Thomas; Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG e. V.), Projekt ANSAB (Hochschule Düsseldorf, Prof’in Silke Tophoven), Projekt NeKoBeRe (HAW Hamburg, Prof. Dieter Röh und FH Kiel, Prof. Stephan Dettmers).

Laufzeit:                  01.01.2022 - 31.12.2025 (48 Monate)

Förderer:                  Deutsche Rentenversicherung (DRV), Forschungsschwerpunkt (FSP)
                                 „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“

Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind Teil des interprofessionellen Reha-Teams. In der beruflichen Rehabilitation sind sie v.a. in Bildungseinrichtungen verortet und tragen zusammen mit dem Reha-Team dazu bei, die Teilhabe von Rehabilitand*innen am Arbeitsleben zu sichern. Dabei setzen sich Sozialarbeiter*innen mit Bedarfen der sozialen Sicherung, der sozialen Unterstützung sowie der persönlichen Entwicklung der Rehabilitand*innen auseinander. Aus der Literatur kann abgeleitet werden, dass die genannten Bedarfe eine Relevanz für die (Re-)Integration von Menschen in das Erwerbsleben haben können und somit auch bedeutsam für das übergeordnete Ziel der beruflichen Rehabilitation nach dem IX. Sozialgesetzbuch, der Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben, sind.

Bislang ist wenig über die Praxis der Sozialen Arbeit sowie über die konkreten sozialen Bedarfe von Rehabilitand*innen in den einzelnen Phasen der beruflichen Rehabilitation bekannt. Das Projekt SABER setzt an dieser Stelle an und verfolgt dabei einen Mixed-Methods-Ansatz (Quan+QUAL). Im Rahmen einer Sekundärdatenanalyse, die auf Qualitätssicherungsdaten der DRV beruht, soll u.a. die Inanspruchnahme und das Leistungsgeschehen Sozialer Arbeit in der beruflichen Rehabilitation analysiert werden. In der qualitativen Hauptstudie werden in 15 Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation (BFW, BTZ, Anbieter der ambulanten beruflichen Rehabilitation) Leitfadeninterviews mit Fachkräften der Sozialen Arbeit, Leitungspersonen und Rehabilitand*innen geführt. Zusätzlich werden teilnehmende Beobachtungen des Arbeitsalltags der Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Gruppendiskussionen mit den jeweiligen Reha-Teams durchgeführt. Optional finden eine Dokumentenanalyse und eine Audio-Aufzeichnung von Beratungsgesprächen zwischen Sozialarbeiter*innen und Rehabilitand*innen statt.

Als Resultat sollen die sozialen Bedarfe von Rehabilitand*innen im Setting der beruflichen Rehabilitation identifiziert und die Praxis Sozialer Arbeit sowie ihre Bedeutung und Funktion für den Rehabilitationsprozess umfassend beschrieben werden. Darauf aufbauend sollen in Kooperation mit den zwei inhaltlich verwandten Forschungsprojekten des FSP „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“, ANSAB und NeKoBeRe, Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die zur Optimierung der Sozialen Arbeit in der beruflichen Rehabilitation beitragen sollen.

Der Zugangsweg Pflegebegutachtung zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation – Potentiale der Stärkung (REHA-Post)

Bei Pflegebegutachtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung wird obligatorisch geprüft, ob eine Rehabilitationsindikation vorliegt. Ist dies der Fall, wird eine Rehabilitationsempfehlung ausgesprochen, die durch versichertenseitige Zustimmung einen vereinfachten Rehabilitationszugang auslöst. Einer Feststellung der Rehabilitationsindikation geht allerdings ein komplexer Entscheidungsprozess voraus, der möglicherweise mit Unsicherheiten verbunden ist. Im Rahmen des Kooperationsprojekts mit dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft und dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen soll dieser Unsicherheitsbereich erstmals im Hinblick auf das quantitative Ausmaß und die zugrundeliegenden Ursachen beschrieben werden. Damit soll der komplexe Prozess der Entscheidungsfindung bis zu einer Rehabilitationsindikation offengelegt und weitere Optimierungspotenziale abgeleitet werden.

Projektleitung:        Prof. Dr. Wilfried Mau und Dr. Susanne Saal (IPGW)

Mitarbeiter:             André Golla

Laufzeit:                   01.03.2021 - 31.08.2022 (18 Monate)

Förderer:                  GKV Spitzenverband    

Geschäftsstelle des Rehabilitationswissenschaftlichen Verbundes Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD). (GeReVer)

Die Vermittlung rehabilitationsbezogener Kompetenzen einschließlich interprofessioneller Zusammenarbeit in der Lehre und Ausbildung für Ärzte*innen und Angehörige anderer Gesundheitsberufe ist derzeit vielfach noch defizitär und dringend zu verbessern. Das Ziel des Forschungsprojekts ist die Konzeption einer rehabilitationsbezogenen interprofessionellen Lehrveranstaltung für die ärztlichen und nicht-ärztlichen Berufsgruppen (Physiotherapie, Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Soziale Arbeit und Psychologie/Psychotherapie). In Vorbereitung werden Expert*innen der verschiedenen Berufsgruppen nach ihren Empfehlungen für die inhaltliche und didaktische Vermittlung von rehabilitationsbezogenen Kernthemen aus ihrer praktischen Perspektive befragt. Die entwickelten Modulinhalte werden durch Einbezug der Adressatengruppe pilotiert und evaluiert werden. Das Forschungsprojekt umfasst weiterhin die Erweiterung der Reha-Wiki Plattform mit Lehrmaterialien von an der Rehabilitation beteiligten nicht-ärztlichen Berufsgruppen sowie der Erfassung neuer Lehrangebote. Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung einer inhaltlich und didaktisch anspruchsvollen rehabilitationsbezogenen Ausbildung in der BBMD-Region leisten.

Projektleitung:        Prof. Dr. Wilfried Mau

Mitarbeiterin:          Laura Retznik, M.A., M.A.

Laufzeit:                   01.01.2021 - 31.12.2023 (36 Monate)

Förderer:                  Deutsche Rentenversicherung Bund

Stratifizierte Therapie und Nachsorge bei Rückenschmerzpatienten. (ReNaBack) 

In diesem Kooperationsprojekt unter der Gesamtleitung der Universität Potsdam soll eine, auf Basis eines psychosozialen Risikoscreenings individualisierte, heimbasierte Rehabilitationsnachsorge für Rückenschmerzpatienten erprobt und hinsichtlich ihrer Wirkung auf Teilhabe und Schmerzsymptomatik analysiert werden. Der Studienschwerpunkt in Halle umfasst die soziale Unterstützung der körperlichen Aktivität durch Bezugspersonen der Patient*innen und ist Teil dieser Nachsorge. In zwei Befragungen wird untersucht, ob die Information und Unterstützung der wichtigsten benannten Bezugsperson bzgl. der körperlichen Aktivitäten der Patient*innen im Rahmen des Nachsorgeprogramms nach Entlassung aus der Rehabilitation zur länger beibehaltener und regelmäßiger körperlicher Aktivität mit positiven Effekten auf die beschriebenen Zielgrößen führt.

Projektleitung:        Prof. Dr. Wilfried Mau

Mitarbeiterin:         Julia-Marie Zimmer

Laufzeit:                  01.09.2020 - 31.12.2022 (28 Monate)

Förderer:                  Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Patient-Reported Outcome, Biodata and Process Data to Evaluate Dialysis Tolerability (ProDial) 

In dem EU-geförderten interdisziplinären und multizentrischen Projekt „ProDial“ sollen die Umsetzungsmöglichkeit der routinemäßigen Erfassung von electronic Patient Reported Outcomes (ePROs) und ihre Zusammenführung mit klinischen und verfahrenstechnischen Daten mit Hilfe einer Biodateninfrastruktur untersucht werden. Damit soll dem nephrologischen Fachpersonal ein klareres Bild der individuellen Krankheitslast im engmaschigen Verlauf und eine Unterstützung zur Entscheidungsfindung hinsichtlich einer Anpassung der Dialyse für eine individuellere Behandlung gegeben werden. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung und Validierung einer mobilen Applikation zur Erhebung von ePROs im Kontext der Hämodialyse.

Projektleitung:        Prof. Dr. Matthias Girndt

Mitarbeiterin:         Anja Stoye

Laufzeit:                  01.03.2021 - 28.02.2023 (24 Monate)

Förderer:                  BMBF

Handreichung Partizipative Forschung in den Rehabilitationswissenschaften (PaFoRe)