Morbus Paget

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Symptome:

Der Morbus Paget ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels, welche mit erhöhter Knochendichte einhergeht. Sie tritt gehäuft bei Patienten ab dem 40. Lebensjahr auf. Nebeneinander liegen hier Knochenabbau und Knochenanbau vor. Aufgrund des vermehrten Knochenanbaus entsteht jedoch kein stabiler Knochen sondern nur mechanisch minderwertiger Faserknochen. Daher kann es auch bei potentiell erhöhter Knochendichte zu Knochenbrüchen und Knochenverformungen kommen. Hauptmanifestationsort ist die Wirbelsäule. Nicht selten klagen die Patienten daher über Rückenschmerzen.

 

Diagnostik:

Im Vordergrund steht die Röntgendiagnostik. Hier zeigen sich ggf. Verbiegungen der Extremitäten sowie typische Verdichtungen der Knochenstruktur. Ein spezifischer Marker des Knochenstoffwechsels, die alkalische Phosphatase, dient als Verlaufsparameter. Zur Bestimmung des erhöhten Knochenumsatzes kommt der Skelettszintigrafie eine wesentliche Bedeutung zu. 

 

Therapie:

Therapeutisches Ziel ist die Schmerzreduktion sowie die Verhinderung von Deformierungen. Dazu finden Schmerzmittel (NSAR) sowie Medikamente gegen Osteoporose (Bisphosphonate) ihre Anwendung. Bei ausgeprägter Deformierung bestehen operative Therapiemöglichkeiten wie beispielsweise die Umstellungsosteotomie oder auch der totalendoprothetische Gelenkersatz.