Patientinnen und Patienten

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Wir laden Sie recht herzlich zu unserem Patienteninformationstag des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs am 19.10.2022 ab 16 Uhr ein. Weitere Informationen erhalten demnächst.

Sehr geehrte, liebe Ratsuchende,

in Deutschland erkrankt jede vierte Frau an Krebs, davon am häufigsten an Brustkrebs. Bei 5-10% der Brustkrebserkrankungen liegt eine erbliche Ursache vor. Einige der ursächlichen Gene für Brust- und Eierstockkrebs sowie einige andere Krebserkrankungen können inzwischen identifiziert werden. So kann schon bei Gesunden festgestellt werden, ob ein erhöhtes Risiko besteht. Die genetische Untersuchung ist sinnvoll, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen, wie z. B. das gehäufte oder frühe Auftreten von Krebserkrankungen in der Familie.

Wenn Sie eine tumorgenetische Beratung wünschen, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns:

FBREK Sprechstunde:
Telefon: 0345 557 1888

Die weitere Diagnostik erfolgt über die FBREK-Sprechstunde Humangenetik (z. B. Genanalysetests etc.)
Telefon: 0345 557 3016

 

Wir sind für Sie da

Nach den Empfehlungen des Deutschen Konsortiums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs 2020 gelten folgende Kriterien als Risikofamilie:

  • mindestens zwei an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankte Frauen in der Familie, wobei mindestens eine Erkrankung vor dem 51. Lebensjahr aufgetreten ist
  • mindestens drei an Brustkrebs erkrankte Frauen in der Familie unabhängig vom Alter
  • eine an Brustkrebs erkrankte Frau in der Familie, wobei die Erkrankung vor dem 36. Lebensjahr aufgetreten ist
  • eine an beidseitigem Brustkrebs erkrankte Frau in der Familie, wobei die Ersterkrankung vor dem 51. Lebensjahr aufgetreten ist
  • mindestens zwei an Eierstockkrebs erkrankte Frauen in der Familie
  • eine an Brust- und Eierstockkrebs erkrankte Frau in der Familie unabhängig vom Alter
  • ein männlicher Verwandter mit Brustkrebs und eine an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankte Frau in der Familie
  • tripel negatives Mammakarzinom bei der Patientin vor dem 50. Lebensjahr
  • Auftreten eines Ovarialkarzinoms bei der Patientin vor dem 80. Lebensjahr

Gern können Sie sich bei Fragen oder bezüglich einer tumorgenetischen Beratung an uns wenden.

FBREK-Sprechstunde Gynäkologie
OÄ Dr. med. Susanne Barrot
OÄ Dr. med. Regina Große
OA Dr. med. Hans-Georg Strauß
Henriette Vogt
Telefon: 0345 557 1888

FBREK-Sprechstunde Humangenetik
OA Dr. med. Pablo Lorini
Vogt, Henriette
Mareike Mertens
Telefon: 0345 5573016

Adresse:
Universitätsklinikum Halle (Saale),
Ernst-Grube-Straße 40,
06120 Halle (Saale)

So finden Sie uns!

Für ein Beratungsgespräch nehmen Sie bitte Kontakt unter Telefon 0345 557 1888 mit uns auf.

Im Vorfeld werden zur Risikofeststellung und Beratung relevante ärztliche Unterlagen zur Diagnose bei Ihnen oder Ihren Angehörigen und Angaben zur Häufung von Brust- und/oder Eierstockkrebs-Erkrankung anhand der DKG-Checkliste benötigt:

Die genetische Untersuchung beginnt in der Regel bei dem am jüngsten erkrankten Familienmitglied. Informieren Sie bitte Ihre(n) Angehörige(n) und bringen Sie sie/ihn zur Beratung mit.  Des Weiteren bitten wir Sie, uns vorhandenes Befundmaterial (genetische Vorbefunde, histopathologische Berichte bzw. Befunde feingeweblicher Untersuchungen, Operationsberichte, zusammenfassende Arztbriefe) vorab zuzusenden bzw. zum Beratungstermin mitzubringen.

Zur Vorbereitung auf das Beratungsgespräch stehen Ihnen über folgenden Link Informationen der Deutschen Krebshilfe zu Brustkrebs zur Verfügung:

https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/infothek/infomaterial-kategorie/die-blauen-ratgeber/

Während des ersten Gespräches benötigen wir einige Informationen.

Wenn möglich:

  • die Geburtsdaten aller Familienmitglieder
  • den genauen Typ der Krebserkrankung
  • das Alter bei Diagnosestellung der erkrankten Familienmitglieder

Wenn Sie sich im Verlauf der Beratung für eine genetische Untersuchung entscheiden, würde gegebenenfalls auch eine Untersuchung bei dem erkrankten Familienmitglied durchgeführt werden. Unser Team steht Ihnen sowohl bei der Beratung und der Entscheidungsfindung als auch bei der Früherkennung und der Nachsorge zur Seite.

Die universitäre Ausrichtung unseres Zentrums gewährleistet eine optimale Versorgung, da wir bei Untersuchung und Diagnostik sowohl aktuelle Leitlinien, als auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung berücksichtigen. Unser erfahrenes Team zeichnet sich durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aus und ermöglicht Ihnen eine individuelle Beratung und Therapie. Der interdisziplinäre Ansatz bedeutet außerdem für Sie, dass Sie sich nicht um die Organisation Ihrer Behandlungen kümmern müssen. Termine und eventuelle Therapien werden von unseren kompetenten Fachrichtungen zentral koordiniert. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einem Team bestehend aus so vielen verschiedenen Fachrichtungen ist eine kontinuierliche Kommunikation. Daher finden wöchentlich interdisziplinäre Tumorboards statt, in denen die kooperierenden Abteilungen jeden einzelnen Fall besprechen und gemeinsam Entscheidungen zum weiteren Procedere treffen.

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